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Gehäuse Elektronische Bauteile mit dem richtigen Gehäuse optimal schützen

Autor / Redakteur: Wilfried Schmitz / Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Warum CTX einem Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnik ein Druckgussgehäuse anstelle eines CNC-gefertigten Gehäuses empfohlen hat, lesen sie hier.

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Frontplatten sind bei CTX nach Kundenwunsch, inkl. Filmerstellung erhältlich, mit Siebdruck-Beschriftung oder Lasergravierung.
Frontplatten sind bei CTX nach Kundenwunsch, inkl. Filmerstellung erhältlich, mit Siebdruck-Beschriftung oder Lasergravierung.
(Bild: CTX)

Wie wichtig eine professionelle Beratung ist, zeigte sich bei der Auswahl eines maßgeschneiderten Aluminiumdruckgussgehäuses für einen Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnik. Als Lieferant metallischer Elektronikgehäuse stand die CTX Thermal Solutions GmbH bei der Konzeption des Gehäuses nicht nur beratend zur Seite, sondern konnte auch ein geeignetes Gussgehäuse liefern. Unter der Abwägung von Kosten- und Zeitfaktoren empfahl CTX ein Druckgussgehäuse, anstelle eines CNC-gefertigten Gehäuses. Dies sollte nicht nur die empfindliche Elektronik eines Stellantriebs schützen, sondern gleichzeitig auch als Motorflansch für den Getriebeanbau dienen.

Druckgussgehäuse statt CNC-Fertigung

Der Einsatz von Gussgehäusen rentiert sich nicht nur bei ex- trem hohen Stückzahlen, die Produktion kann sich schon bei einem Jahresbedarf von insgesamt nur 500 Gehäusen lohnen. „Wenn bei einem Aluminiumklotz alles, was für das Gehäuse nicht gebraucht wird, aus- und weggefräst werden müsste, wäre das ein wahnsinniger Material- und Zeitaufwand“, erklärt Georg Laskowsky, Sales Manager bei CTX. Die Fräsarbeiten würden viel zu lange dauern und der Ausschuss müsste aufwändig recycelt werden.

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Auch Faktoren wie Material, Stabilität, Baugröße und Optik spielen bei der Gehäuseauswahl eine Rolle. Nach dem Guss wurden die Aluminiumgehäuse einer CNC-Präzisionsbearbeitung unterzogen, um an den Anbauflächen die erforderliche Oberflächenpräzision zu erreichen. Aus optischen Gründen wurden die Gehäuse anschließend pulverbeschichtet. Zudem stattete CTX die Prozessorgehäuse nach Zeichnungsvorgabe mit Bohrungen für diverse Anschlüsse aus.

In ständigem Dialog mit dem Anwender

Für die Herstellung der Gehäuse aus Aluminiumdruckguss waren spezielle Werkzeuge beziehungsweise Gussformen erforderlich. „Wir haben das Projekt gemeinsam mit dem Kunden analysiert und haben uns vor allem die Stückzahlentwicklung angeschaut“, sagt Laskowsky. „Dann sind wir relativ schnell zu dem Entschluss gekommen, dass es sich selbst bei einer kleinen Serie lohnt, ein paar Euro in die Hand zu nehmen und ein Werkzeug für den Druckguss des Gehäuses zu bauen.“

Wenn ein solches Produkt und das dazugehörige Werkzeug entstehen, befinden sich die Profis von CTX in ständigem Dialog mit dem Anwender, um auf Änderungs- und Optimierungswünsche einzugehen. Nur so können die Erwartungen des Auftraggebers auch erfüllt werden.

Auf Optik achten: Das Auge kauft mit

Auch die Optik wird im Gehäusebereich immer wichtiger: „Nicht nur bei Mode-Accessoires, sondern auch bei technischen Produkten kauft heute das Auge mit“, sagt Laskowsky. „Der Anwender sieht zwar in erster Linie die technischen Anforderungen, umso besser ist es jedoch, wenn das Ganze dann auch noch schick verpackt ist. Es kommt auch immer wieder vor, dass unsere Kunden sogar Designer einsetzen, die das Gehäuse entwerfen.“ Aus optischen Gründen, zum Schutz vor Berührungen oder Umwelteinflüssen kann zwar auch Kunststoff als Gehäusematerial eingesetzt werden, doch wenn ein Gehäuse gebraucht wird, das auch Verlustleistung abführen oder elektromagnetisch abschirmen soll, kommt man an einem metallischen Gehäuse nicht vorbei.

Das Druckgussaluminiumgehäuse für den Steuerungs- und Antriebshersteller wurde in diesem Fall in Asien gefertigt, verpackt und ausgeliefert. Anschließend hat es CTX gelagert und auf Abruf in der Logistik bereitgestellt. Angst, dass sich seine Kunden bei Gehäusefragen direkt an die asiatischen Hersteller wenden, hat CTX nicht. „Mit Marktbegleitern direkt aus Asien haben wir weniger zu kämpfen, weil wir die gesamte Lieferkette deutlich glatter darstellen können“, berichtet Laskowsky. „Es gibt zwar immer wieder Kunden, die direkt aus Asien kaufen, aber die müssen dann auch so aufgestellt sein, dass sie das, was wir an Mehrwert und Know-how bieten, selbst stemmen können.“

Umfangreiches Produktportfolio

Auf die jeweilige Applikation zugeschnittene Druckgussgehäuse für elektronische Bauteile gehören ebenso zum Produktspektrum von CTX wie maßgeschneiderte Frontplatten, Gehäuseteile in Profil- oder Stanzbiegetechnik sowie technische Aluminiumteile. Die extrudierten oder Druckgussgehäuse können einer speziellen Oberflächenbehandlung unterzogen und wahlweise eloxiert, lackiert, chromatiert oder pulverbeschichtet werden. Auch mit Sand oder Glasperlen gestrahlte Oberflächen sind lieferbar. Die Gehäuse in Stanzbiegetechnik werden aus Aluminium, Edelstahl sowie unbehandeltem oder verzinktem Stahlblech gefertigt. Auch sie können bei Bedarf einer professionellen Oberflächenbehandlung unterzogen, wahlweise gestanzt, genibbelt und mit Einpressbolzen oder -buchsen versehen werden. Diese Behandlung gilt auch für die projektspezifisch ausgeführten technischen Aluminiumteile, die auf Wunsch gelasert und/oder abgekantet und mit integrierten Gewindebolzen ausgestattet geliefert werden können. Ein abziehbarer Einkomponentenlack schützt die Oberfläche vor Schäden. Frontplatten für Gehäuse liefert CTX nach Kundenwunsch inklusive Film- erstellung und Beschriftungen in ein- oder mehrfarbigem Siebdruck oder mit Lasergravur. Zudem bietet CTX auch fertige Lösungen zum Beispiel mit EMV-Dichtung an. So bekommt der Kunde bei einem Anbieter alles aus einer Hand.

Kühlkonzepte passend zur Anwendung

Waren früher sehr viele Kühllösungen völlig überdimensioniert und damit auch zu teuer, versucht man heute, jede Applikation so schlank wie möglich zu gestalten. Auch die Kühllösung sollte preisoptimiert auf den Markt kommen. Neben Gehäusen, Frontplatten und technischen Aluminiumteilen entwickelt und vertreibt CTX vor allem kundenspezifische Kühllösungen für elektronische Bauteile. „Bei Elektro- nikanwendungen gibt es kaum ein thermisches Problem, dass wir mit unserem Produktportfolio nicht lösen könnten“, sagt Laskowsky. (sh)

* Wilfried Schmitz ist Geschäftsführer der CTX Thermal Solutions GmbH in Nettetal

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