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Linearsystem

Elektromechanische Lenktechnologie versus hydraulische Lösung

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die Ingenieure des Integrated Transport Research Lab (ITRL) an der Königlich Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm haben neuartige Lenksysteme entwickelt. Dabei kamen vier Aktuatoren der Pro-Serie von Thomson Industrie zum Einsatz.

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Konzeptfahrzeug mit Lenkbaugruppe
Konzeptfahrzeug mit Lenkbaugruppe
( Bild: Matthias Tidlund )

Die servogestützte Lenkung nimmt in heutigen Fahrzeugen einen gewichtigen Teil des Fahrkomforts ein. Nimmt man die komplizierte und kostenintensive Wartung einer hydraulischen Lenkanlage und den begrenzten Lenkeinschlag der Räder hinzu, entstehen nicht nur beim Einparken vielfältige Herausforderungen. Daher will das Team mit seiner Arbeit herausfinden, ob und wie ein Austausch der herkömmlichen hydraulischen Lenktechnologie gegen kompakte elektromechanische Lösungen Vorteile in puncto Leistung, Kosten, Wartung, Nachhaltigkeit und Flexibilität eintragen würde.

Elektromechanischen Linearaktuatoren flexibler als hydraulische Lösungen

Zu diesem Zweck haben die ITRL-Ingenieure mehrere Tests mit Konzeptfahrzeugen durchgeführt, die durch einen Linearaktuator gelenkt werden. Unterstützt wurden sie dabei vom Hersteller Thomson Industries, der für die Lenkfunktionen vier Hochgeschwindigkeitsmodelle des Typs Max Jac MX24-B810E0 bereitstellte und außerdem vier Aktuatoren der Pro-Serie zur Verstellung der Radneigung.

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Dabei wiesen die neuen elektromechanischen Linearaktuatoren ein deutlich besseres Ansprechverhalten auf als die hydraulischen Zylinder. Zudem ermöglichen sie einen Grad der Flexibilität, der mit herkömmlicher Aktorik nicht realisierbar ist. Der durch Thomson modifizierte Aktuator ermöglichte ein extrem dynamisches System, das ohne die Gefahr einer Überhitzung die zweifache Verstellkraft seines Vorgängers und ein höheres Ansprechverhalten lieferte. Diese Fähigkeit könnte das Rückwärtseinparken parallel zur Straße durch senkrechtes Einparken ersetzen. Zudem wäre zukünftig auch eine automatische Sturzeinstellung während des Fahrens denkbar, die den Rollwiderstand reduziert oder den korrekten Sturz nach einem Schlagloch wiederherstellt. (jup)

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