Medizintechnik

Elektromagnete machen mobil

Mit Leichtbau und Überbestromung ist es jetzt möglich, Elektromagnete auch in mobilen Applikationen der Medizintechnik einzusetzen – beispielsweise in Insulinpens.

| Redakteur: Monika Zwettler

Mit Leichtbau und Überbestromung ist es jetzt möglich, Elektromagnete auch in mobilen Applikationen einzusetzen.
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Mit Leichtbau und Überbestromung ist es jetzt möglich, Elektromagnete auch in mobilen Applikationen einzusetzen. (Bild: Red Magnetics/Intertec Components)

Mit Leichtbau und Überbestromung ist es jetzt möglich, Elektromagnete auch in mobilen Applikationen der Medizintechnik einzusetzen – beispielsweise in Insulinpens.

Innovationskraft ist für die Hersteller von Produkten für die Medizintechnik von enormer Bedeutung. Red Magnetics, eine Fachabteilung von Intertec Components, ist Hersteller und Dienstleister im Bereich Elektromagnete und unterstützt seine Kunden bei der Entwicklung von Neuheiten.

Überbestromung beschleunigt die Bewegung der Nadel

Dem Einsatz von Elektromagneten in mobilen Applikationen der Medizintechnik stand bisher das Problem der geringen Energieversorgung (3 VDC) im Weg. Jetzt kompensiert eine besondere Leichtbauweise den Kraftverlust durch die geringe Spannung, sodass die Elektromagnete zum Beispiel in Insulinpens eingesetzt werden können: Durch Überbestromung wird die Injektionsnadel schneller und somit wesentlich schmerzloser für den Anwender bewegt. Ein weiterer Vorteil dieser aufwendigeren Bauweise ist, dass die Pens wiederverwendet werden können. Waren bisher alle Injektornadeln Einwegprodukte, so können diese künftig mehrfach verwendet werden.

Medizinische Handgeräte müssen klein und leicht sein

Bei Handgeräten ist es auch wichtig, dass die einzelnen Komponenten so klein und leicht wie möglich sind. Denn anders als im Automobilbau kann nicht auf leichtere Materialien zurückgegriffen werden. Für die benötigte Kraft sind bestimmte Materialien mit Mindestmaßen gefordert. Eine Überbestromung kann Abhilfe schaffen, um den Magneten entweder schneller und/oder kurzzeitig mit mehr Kraft nutzen zu können. So kann ein Magnet, der auf 12 VDC gewickelt ist, kurzzeitig auch mit 24 VDC/48VDC betrieben werden, sodass mehr Kraft zur Verfügung steht.

Unterschiedliche Magnet-Bauformen sind möglich

Beliebte Bauformen in diesen Applikationen sind D-Frames und Zylinder. Je nach Möglichkeit der Anbindung in den Geräten können die Rahmenmagnete seitlich oder stirnseitig befestigt werden. Zudem steht die „stick-and-fix“-Methode der Zylindermagnete zur Verfügung. Bei dieser Methode hat der Magnet ein Gewinde und eine Mutter. Zur Befestigung wird der Elektromagnet durch ein Lochblech gesteckt und mit der Mutter gekontert. Ein Vorteil dabei ist, dass die Stabilität höher als bei Schraubgewinden ist.

Auf der Website von Red Magnetics finden Interessierte weitere Informationen zum Thema Elektromagnete.

Hier werden Anwender in vier Schritten zum Wunschmagnet geführt.

(mz)

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