Elektroantrieb

Elektroantriebe unter Strom – Fraunhofer IISB erweitert Antriebsforschung

| Redakteur: Jan Vollmuth

Das TT-Hybridfahrzeug des Fraunhofer IISB im Elektrofahrzeug-Testzentrum des Instituts. Auch Industriepartner können die umfassenden Prüfeinrichtungen nutzen. (Bild: Fraunhofer IISB)
Das TT-Hybridfahrzeug des Fraunhofer IISB im Elektrofahrzeug-Testzentrum des Instituts. Auch Industriepartner können die umfassenden Prüfeinrichtungen nutzen. (Bild: Fraunhofer IISB)

Mit einer neuen Arbeitsgruppe baut das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen und Nürnberg seinen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Leistungselektronik und Antriebstechnik für Elektrofahrzeuge aus.

Effizient, kompakt, robust, zuverlässig, hoch integriert, rohstoff- und kostenoptimiert – die Liste der Anforderungen an elektrische Antriebe ist insbesondere im Fahrzeugbereich lang und stellt angesichts des globalen Rennens um die Zukunftsmärkte der Elektromobilität die Automobilhersteller und Zulieferer vor große Aufgaben. Das Fraunhofer IISB ist seit rund einem Jahrzehnt auf diesem Gebiet Partner der Automobilindustrie und hat mit seinen Entwicklungen zur Systemintegration immer wieder Benchmarks gesetzt und Pionierarbeit geleistet.

Diesem erfolgreichen Aufbau trägt das Institut nun mit der Etablierung einer eigenen Arbeitsgruppe für Antriebstechnik und Mechatronik Rechnung. Hauptarbeitsgebiet ist die Entwicklung elektrischer Antriebslösungen für den Fahrzeugeinsatz. Dies umfasst Elektromotoren mit mechatronisch hoch integrierten Antriebsumrichtern, die Entwicklung von Steuerelektroniken, Treiberschaltungen und Regleralgorithmen, die fahrzyklenbasierte Auslegung des gesamtelektrischen Antriebsstrangs sowie durchgängige CAD-Modellierungen und Simulationen.

Testzentrum für Elektrofahrzeuge

In seinem Testzentrum für Elektrofahrzeuge kann das Institut auf eine umfangreiche Prüfausstattung zurückgreifen, inklusive eines Allrad-Rollenprüfstands, eines Achs-Motorprüfstands und einer befahrbaren EMV-Messzelle.

Das IISB als eine der führenden Forschungseinrichtungen für leistungselektronische Systeme hat die Elektromobilität schon lange vor dem aktuellen Boom als Zukunftsthema erkannt und mit seiner umfangreichen Erfahrung auch schon einiges auf den Asphalt gebracht. So hatte im letzten Jahr ein vom IISB in ein Hybridfahrzeug umgebauter Audi TT seine Jungfernfahrt.

Weitere Meilensteine setzten in Getriebegehäuse integrierte Hybridantriebe und modernste Umrichter für Radnabenmotoren, unter anderem für den Frecc0, ein Demonstrationsfahrzeug der Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität (FSEM). In diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten großen Verbundprojekt leitet das IISB den Schwerpunkt Energieerzeugung, -verteilung und -umsetzung.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 28496860 / Antriebstechnik)