Emobility Electromobile City Scooter erhält German High Tech Champions Award

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat Daniel Borrmann vom Fraunhofer IAO für die zukunftsweisende Technologieentwicklung Electromobile City Scooter als "German High Tech Champion" in der Kategorie "Urban Distribution" aus. Der wendige, elektrisch angetriebene Kleinstwagen auf drei Rädern hat die Jury als nachhaltige Lösung für den Verteilerverkehr in der Stadt überzeugt.

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Electromobile City Scooter wurde mit dem German High Tech Champions Award als nachhaltige Lösung für Zustelldienste ausgezeichnet.
Electromobile City Scooter wurde mit dem German High Tech Champions Award als nachhaltige Lösung für Zustelldienste ausgezeichnet.
(Bild: Green-Ing)

Internationale Aufmerksamkeit hat die Vorgängerversion des Electromobile City Scooter bereits bei der Hannover Messe 2013 erlangt – die neueste Version war auch auf der Mobili-Tec 2014 zu sehen. Die Partnerfirma Green-Ing zeigte den smarten Roller.

Am Anfang war ein Legomodell

"Zu Beginn existierte die Idee des elektrisch angetriebenen Rollers mit drei Rädern nur als Skizze und virtuelles Modell, welches als Miniatur mit Legosteinen gebaut wurde", erinnern sich die Projektleiter Daniel Borrmann und Sebastian Stegmüller an die Anfänge ihres Babys. "Das voll funktionsfähige kleine Lego-Wunderwerk hat uns auf die Idee gebracht, den Scooter als Demonstrationsfahrzeug in Lebensgröße umzusetzen".

Geeignet für den Verteilerverkehr in der Stadt

Der dreirädrige Kleinstwagen mit einem Vorderrad, zwei Hinterrädern, elektrischem Antrieb und den Abmessungen eines Motorrollers benötigt nur sehr wenig Raum im Straßenverkehr und beim Parken. Trotz seiner geringen Größe bietet der Electromobile City Scooter Fahrkomfort und eignet sich damit auch ideal für den Verteilerverkehr in der Stadt. Ausgestattet mit einem geeigneten Sicherungssystem für Transportgut kann er sich nicht nur schnell auf den Straßen fortbewegen und daher Lieferzeiten stark reduzieren, sondern auch zu Orten gelangen, die für konventionelle Lieferfahrzeuge unerreichbar sind.

Scooter kann auch geschlossene Gebäude befahren

Der sehr kleine Wendekreis erlaubt anschließend die unmittelbare Fortsetzung der Auslieferungsfahrt. Eine Sicherheitszelle ermöglicht dem Fahrer ein schnelles Aus- und wieder Einsteigen zur Übergabe einer Sendung. Dank lokaler Emissionsfreiheit können sowohl Umweltzonen als auch abgeschlossene Gebäude oder Warenlager befahren werden.

Mit dem ausgezeichneten Prototyp dieses besonderen Rollers geben sich Daniel Borrmann und Sebastian Stegmüller aber noch nicht zufrieden. Geplant sind weitere Ausbaustufen wie beispielsweise Systeme für erhöhten Wetterschutz oder zur Gepäcksicherung. Man darf also gespannt sein, wie der smarte Scooter sich weiterentwickeln wird. (mz)

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