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Nachhaltigkeit Einmal sauber um die Welt

| Redakteur: Dorothee Quitter

Die Schweizer Bertrand Piccard und André Borschberg haben mit Solar Impulse 2 ein Solarflugzeug entwickelt, das nur die Energie der Sonne nutzt. Es ist auf maximale Effizienz durch Leichtbau ausgelegt.

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Die Solar Impulse 2 stellt sich im März 2015 einer Weltumrundung nur mit Sonnenenergie und ganz ohne Treibstoff.
Die Solar Impulse 2 stellt sich im März 2015 einer Weltumrundung nur mit Sonnenenergie und ganz ohne Treibstoff.
(Bild: D. Quitter, konstruktionpraxis )

Bertrand Piccard, Psychiater, Forscher und Pilot der ersten Nonstop-Weltumrundung im Heißluftballon ist Initiator und Präsident des Projektes Solar Impulse. André Borschberg, Ingenieur, ausgebildeter Kampfpilot und professioneller Flugzeugpilot ist sein Mitbegründer und CEO. Ihr Ziel ist es, mit dem Abenteuer der Weltumrundung im Solarflugzeug die Gesellschaft zur Nutzung sauberer Technologien und erneuerbarer Energien zu motivieren.

Ein Flugzeug ausschließlich mit Solarenergie zu starten und Tag und Nacht fliegen zu lassen, ist eine enorme Herausforderung, die nur durch die Optimierung neuer Technologien und einer drastischen Reduzierung des Energieverbrauchs zu bewältigen ist. Im Projekt wurden daher alle Arten von Energieeffizienz untersucht und die entsprechenden Lösungen umgesetzt.

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Es hat zwölf Jahre gedauert um die nötigen Berechnungen, Simulationen, Konstruktionen und Tests durchzuführen. Und es hat sich gelohnt: Das einsitzige Solarflugzeug aus Carbonfasern weist eine Flügelspanne von 72 m bei einem Gewicht von nur 2300 kg auf, was eine enorme Aerodynamikleistung und Energieeffizienz bietet. Die rund 17.000 Solarzellen, die in die Flügel eingebaut sind, führen den vier elektrischen Motoren (je 17,5 PS) erneuerbare Energie zu. Am Tag laden die Solarzellen ebenfalls die 633 kg schweren Lithiumbatte-rien auf, was es dem Flugzeug ermöglicht, auch bei Nacht zu fliegen. Das Cockpit ist nur 3,8 m³ groß, wobei jedes Detail so designt wurde, dass der Pilot hier eine Woche zubringen kann. Um die Energieeffizienz noch weiterzubringen, ist die Kabine nicht unter Druck oder beheizt, was für den Piloten eine weitere Herausforderung darstellt.

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