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Datenmanagement Einheitliches Datenformat für Austausch von Instandhaltungsdaten

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Das Globale-Service-Protokoll (GSP) schafft ein einheitliches Datenformat für den Austausch von Instandhaltungsdaten. Anlagenbetreiber, Serviceunternehmen und Sachverständige können somit einen offenen Branchenstandard zur elektronischen Kommunikation verwenden.

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Das Globale-Service-Protokoll schafft ein einheitliches Datenformat für den Austausch von Instandhaltungsdaten
Das Globale-Service-Protokoll schafft ein einheitliches Datenformat für den Austausch von Instandhaltungsdaten
(Bild: tinyurl.com/p6rjac7 (geä.))

Die FGW-Richtlinie TR7 Rubrik D3 „GSP“ ist bei der FGW e.V - Fördergesellschaft Windenergie und andere Erneuerbare Energien erhältlich.

Das Globale-Service-Protokoll schafft ein einheitliches Datenformat für den Austausch von Instandhaltungsdaten. Anlagenbetreiber, Serviceunternehmen und Sachverständige können somit einen offenen Branchenstandard zur elektronischen Kommunikation verwenden.

Der Austausch von Instandhaltungsdaten und die Datenübernahme in die eigenen IT-Systeme sind bislang oft mit hohem Aufwand bei Entwicklung und Konvertierung verbunden. Das GSP leistet einen Beitrag, um die Übermittlung von Instandhaltungsdaten den gestiegenen Effizienz- und Transparenzanforderungen anzupassen.

Vorteile des einheitlichen Datenformats

Erstens wird eine eindeutige Struktur und Bezeichnungen für die ausgetauschten Informationen geschaffen, wobei die Branchenstandards für Anlagenstruktur bzw. Zustandsbewertung RDS-PP und ZEUS integriert wurden.

Zweitens stellt der GSP-Standard ein XML-basiertes Datenformat bereit, welches plattformübergreifend genutzt und individuell erweitert werden kann.

Die Anwender des GSP-Standards profitieren von der Möglichkeit des automatisierbaren Austausches von Instandhaltungsinformationen und können damit den Grundstein für mehr Transparenz und übergreifende Datenauswertungen, z.B. in der im Aufbau befindlichen Datenbank für Zuverlässigkeitsdaten „Wind-Pool“, schaffen. Instandhaltungsdienstleister, Gutachter und Hersteller können als künftigen Mehrwert Ihrer Serviceleistungen Ihren Kunden eine individuelle Übermittlung der vereinbarten IH-Informationen nach dem GSP-Format anbieten, und damit die Datenbasis für die Führung der Lebenslaufakten der betreuten Anlagen bereitstellen.

Das GSP basiert auf den Erfahrungen und Bedürfnissen von Betriebsführern, Sachverständigen und Serviceunternehmen sowie Universitäten und Forschungsinstituten und zielt auf den Onshore- und Offshore-Bereich. Es wurde im Arbeitskreis Globales-Service-Protokoll der FGW e.V. über mehrere Jahre erarbeitet. Beispielsweise war die Projektgruppe des Forschungsprojektes EVW2 – Erhöhung der Zuverlässigkeit von Windenergieanlagen in die Arbeit des AK GSP eng eingebunden. Der Arbeitskreis GSP plant die kontinuierliche Weiterentwicklung des GSP-Standards und steht deshalb weiterhin allen Branchenbeteiligten offen. Somit ist gesichert, dass Erfahrungen und neue Ideen auch in zukünftige Revisionen des GSP einfließen werden. (br)

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