Durchflussmessung Eingriffsfrei arbeitende Ultraschalldurchflussmesser

Redakteur: Lea Ziegler

Katronic bietet für explosionsgefährdete Bereiche und Medien ein ATEX-zertifiziertes System an, das eine sichere und genaue Messung auch in die Ex-Zonen 1 und 2 ermöglicht.

Firma zum Thema

Der Katflow 170 mit seinem gekapselten Gehäuse und der Bedienung per Magnetstift ist speziell auf explosionsgefährdete Bereiche ausgelegt.
Der Katflow 170 mit seinem gekapselten Gehäuse und der Bedienung per Magnetstift ist speziell auf explosionsgefährdete Bereiche ausgelegt.
(Bild: Katronic)

Das Katflow 170-Durchflussmessgerät besteht aus einem druckgekapselten Gehäuse aus epoxidbeschichtetem Aluminium, das eventuell entstehende Funken sicher im Inneren einschließt. Das korrosionsbeständige Material widersteht dabei auch schwierigen Umgebungsbedingungen, so dass der Ex-Schutz langfristig besteht. Zur Eingabe von Befehlen muss die Kapselung nicht geöffnet werden, sondern erfolgt mittels magnetempfindlicher Tasten hinter Glas, die mit einem entsprechenden Magnetstift bedient werden. Zusätzlich werden für die Sensorik vergussgekapselte Wandlerpaare der Schutzart IP 68 verwendet. Das gesamte Messsystem besitzt so die ATEX-Zertifizierung für die Ex-Zonen 1 und 2.

Berührungs- und eingriffslose Messung per Ultraschall

Die beiden zur Messung benötigten Ultraschallsensoren werden von außen an das betreffende Rohr geklemmt und sind so innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Ein Eingriff in das Rohr mit Produktionsstillstand oder Umbaumaßnahmen sind nicht nötig. Die Ultraschallköpfe senden und empfangen dann Signale in und gegen die Flussrichtung, wobei sich durch die Fließbewegung zwischen beiden Richtungen ein Zeitunterschied in der Übertragung ergibt. Aus dieser Laufzeitdifferenz bestimmt das System die Strömungsgeschwindigkeit und errechnet unter Bezugnahme auf Außendurchmesser und Wandstärke des Rohres das Durchflussvolumen. Die Auflösung liegt dabei bei 0,25 mm/s, die Messgenauigkeit der Fließgeschwindigkeit bei bis zu 0,5 % des Messwerts. Für genaue Ergebnisse bei schwierigen Medien oder Prozess-Bedingungen stehen auch Geräte mit zwei Messkanälen zur Verfügung, die im Zwei-Pfad-Modus an einem Rohr die doppelten Daten erheben können, sich aber ebenso zur parallelen Messung an zwei Rohren verwenden lassen.

Geeignet ist der Katflow 170 für Rohrdurchmesser von 10 mm bis über 3000 mm und Temperaturen von -50 °C bis 115 °C. Es lassen sich fast alle flüssigen Medien mit einem Gas- oder Feststoffanteil von unter 10 % messen. Auch Anwendungen, in denen hohe Drücke bestehen, können problemlos umgesetzt werden, da die Sensorik, anders als mechanische Zähler, nicht dem Innendruck des Mediums ausgesetzt wird. Die erhobenen Werte werden in der gewählten Einheit auf einem LCD-Display angezeigt und im bis zu 100.000 Datensätze fassenden, internen Speicher dokumentiert. Gleichzeitig bieten verschiedene Schnittstellen, darunter Modbus, USB und auf Wunsch auch HART, die Möglichkeit zur Echtzeit-Datenübertragung an das jeweilige Prozessautomationssystem. Darüber hinaus sind die Durchflussmesser von Katronic mit einem Display mit Oszilloskop-Funktion ausgestattet, das die Analyse des Ultraschallsignals und damit eine Diagnose des Messvorgangs erlaubt. So lässt sich die Ursache für etwaige Störungen, etwa durch einen zu hohen Feststoffanteil, schnell einschätzen.

Mobiles Messgerät für Stichproben und schwer zugängliche Bereiche

Für weniger gefährliche Bereiche bietet das Unternehmen neben Messgeräten in verschiedenen Leistungsgrößen zur Festinstallation auch den tragbaren Ultraschalldurchflussmesser Katflow 200 an. Dieser verfügt über ein handliches Gehäuse, das man für Kontrollen an unterschiedlichen Stellen leicht versetzen und für Messungen in der Höhe sogar unkompliziert mit auf eine Leiter nehmen kann. Die Sensoren werden bei diesem Modell entweder per Ketten und Clips oder mit Magneten am Rohr befestigt, ein integrierter Positionierungsassistent hilft bei der richtigen Anbringung. Zusätzlich lässt sich am System ein eigener Prüfkopf zur Wandstärkenmessung anbringen, wodurch die genaue Rohrkonfiguration am jeweiligen Messpunkt nicht bekannt sein muss. Betrieben wird das Gerät über Batterie oder Netzteil. (lz)

(ID:43204190)