Optische Sensoren Eingesticktes Glasfaserkabel warnt vor kritischen Werten

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Wissenschaftler der HTWK Leipzig stellen auf der Messe „Sensor + Test“ ein Sensorensystem vor, das Veränderungen in Bauwerken (etwa Temperatur- oder Dehnungsänderungen) erfassen kann.

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Die empfindliche Glasfaser wird durch Sticken im Textil befestigt und später durch Epoxidharze fixiert.
Die empfindliche Glasfaser wird durch Sticken im Textil befestigt und später durch Epoxidharze fixiert.
(Bild: STFI Chemnitz)

Solche optischen Sensoren in Glasfaserkabeln können vor der Überschreitung kritischer Belastungswerte oder Temperaturwerte warnen – also vor bevorstehenden Gebäudeeinstürzen oder Bränden. Den Wissenschaftlern und ihren Partnern ist es gelungen, die sehr zerbrechlichen Fasern auf ein technisches Textil aus Glas- oder auch Kohlefaser aufzusticken. Danach wird das Textil mit Kleberharz durchtränkt und dadurch widerstandsfähig gemacht. Der Kleber verbindet dabei auch Textil und Bauteil. Daher ist die FGB (Faser-Bragg-Gitter) -Technik nun erstmals in großem Umfang auch in rauer Baustellen- und Industrieumgebung einsetzbar.

Die Funktionsweise der Faser-Bragg-Gitter (FBG) macht sich einen bekannten Effekt zunutze: Das durch Glasfaserkabel geführte Licht wird an Fehlstellen teilweise reflektiert. In die Glasfasern werden deshalb zusätzlich kleine „Spiegel“, die Bragg-Gitter, eingebrannt, welche einen Teil des Lichts zurückwerfen. Die Änderung des zurückgeworfenen Lichts, ausgelöst durch Verformung oder Temperaturänderung, wird vom Sensor gemessen und kann dann ausgewertet werden. das Ziel ist es, diese Technik nicht nur im Baubereich, sondern auch im Maschinenbau oder in der Automobilbranche einzusetzen. (qui)

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