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Kabelverschraubung

Eine saubere Lösung für hohe Anforderungen

| Redakteur: Monika Zwettler

Branchen wie die Lebensmittelindustrie, Pharmazie, Chemie- und Reinraumtechnik stellen hohe Ansprüche an Hygiene und Reinigungsfreundlichkeit von Produktionsanlagen. Daher kommt z. B. bei Gehäusen hochwertiger Edelstahl zum Einsatz. Auch die Kabel müssen „sauber“ eingeführt werden. Pflitsch hat dafür seine neue Kabelverschraubung Blueglobe Clean Plus entwickelt.

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Für hohe hygienische Anforderungen entwickelt - die Kabelverschraubung Blueglobe Clean Plus.
Für hohe hygienische Anforderungen entwickelt - die Kabelverschraubung Blueglobe Clean Plus.
(Bild: Pflitsch)

Die Hygiene-Kabelverschraubung Blueglobe Clean Plus von Pflitsch wurden für den Einsatz in anspruchsvollen Branchen wie die Lebensmittelindustrie, Pharmazie, Chemie- und Reinraumtechnik entwickelt. Deren Anforderungen an Produktionsanlagen sind in puncto Hygiene sehr hoch. Anhaftungen und Kontaminationen müssen nach der DIN EN 1672-2:2009 minimiert, idealerweise verhindert werden. Hohlräume, Spalte und offene Gewindegänge sind daher tabu. Denn hier können sich Rückstände ablagern und Bakteriennester bilden, die auch durch intensive Reinigungsvorgänge kaum zu beseitigen sind.

Die Hersteller und Ausrüster von entsprechenden Fertigungsanlagen müssen daher Komponenten verbauen, bei denen Spalte minimiert sind. Dies ist eine besondere Herausforderung für Kabelverschraubungen, denn bei herkömmlichen Lösungen sind außenliegende Gewinde und Spalte zwischen Druckschraube und Einsatzdichtung konstruktive Normalität.

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Nach EHEDG-Standard designed

Kabelführungsspezialist Pflitch bringt nun die Hygiene-Kabelverschraubung Blueglobe Clean Plus auf den Markt, die den hohen Hygiene-Anforderungen entspricht. Ihr Design ist EHEDG-konform. Aktuell hat die BGN unter der Prüfbescheinigung NV 13132 die Konformität mit folgenden angewandten Prüfgrundlagen bestätigt: GS-NV-2 Nahrungsmittelmaschinen und GS-NV-6 Hygiene (übergreifend). Weitere Prüfgrundlagen waren die Hygieneanforderungen an Nahrungsmittelmaschinen aus 9. ProdSV Maschinenverordnung und der DIN EN 1672-2:2009.

Die Hygiene-Kabelverschraubung ist designed ohne Hohlräume, Spalte und Außengewinde und hat glatte Oberflächen (Rauheit Ra < 0,8 μm) sowie gerundete Übergänge zu den Schlüsselflächen. Der Hersteller verwendet Edelstahl 1.4404/AISI 316L, der sich in der Lebensmittelbranche etabliert hat. Auf einem modernen Bearbeitungszentrum erreicht dieser Werkstoff nach dem Drehprozess eine sehr glatte Oberfläche sowie Konturen ohne Ecken und Kanten. Damit ist das Festsetzen von Verschmutzungen und die Bildung von Bakteriennestern ausgeschlossen.

Alle Dichtungen sind aus dem Kunststoff TPU (FDA 21 CFR §177.2600) gefertigt. Sie sind damit nach der EU-Verordnung 10/2011 für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet.

Wenige Komponenten – einfache Montage

Auch bei der Montage überzeugt die Kabelverschraubung: Mit ihren wenigen Systemteilen ist sie ohne Sonderwerkzeug einfach installiert. Der Verschraubungskörper wird entweder in die Gehäusewand eingeschraubt oder in Durchgangsbohrungen eingesteckt und mit einer Gegenmutter fixiert. Anschließend wird die Druckschraube auf das Außengewinde gesetzt, das Kabel durchgeschoben und die Druckschraube auf Block angezogen. Ein bündiger Elastomerring dichtet die Kabelverschraubung gegen das Gehäuse sicher ab.

Die Kabelverschraubung gibt es aktuell in den Größen M12 bis M40 für Kabeldurchmesser von 5 bis 29 mm. Sie erreicht die Schutzarten IP66, IP68 (bis 15 bar) und IP69K und ist einsetzbar bei Temperaturen von -40 bis 85 °C. Die Hygieneverschraubung gibt es auch als EMV-Variante Blueglobe TRI Clean Plus mit hohen Dämpfungswerten. (mz)

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