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3D-Bildanalyse Eine Drohne als Inspektionssystem

| Redakteur: Katharina Juschkat

Siemens entwickelt smarte Inspektionssysteme für Pipelines, Industrieanlagen und Hochspannungsmasten. Dabei verwendet das Unternehmen Drohnen und intelligente 3D-Bildanalyse.

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Drohnen inspizieren mittlerweilen nicht nur Pipelines, Industrieanlagen und Hochspannungsmasten, sondern werden auch als Bauüberwacher oder Luftqualitätsprüfer eingesetzt.
Drohnen inspizieren mittlerweilen nicht nur Pipelines, Industrieanlagen und Hochspannungsmasten, sondern werden auch als Bauüberwacher oder Luftqualitätsprüfer eingesetzt.
(Bild: Siemens)

Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von mehreren Millionen Kilometern überziehen die Erde wie ein Geflecht aus Adern. Sie versorgen uns seit vielen Jahrzehnten mit Öl, Gas und Wasser. Die lückenlose Überwachung dieses Versorgungsnetzes ist für die Betreiber eine Herausforderung: Werden Leitungen beschädigt, etwa durch Bauarbeiten, Land- und Forstwirtschaft oder durch Erdbewegungen wie Hangrutsche, droht Gefahr für Mensch und Umwelt.

Um das zu verhindern, ist ein Sicherheitsaspekt die sogenannte Schichtdicke. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben müssen unterirdische Gas- und Öl-Pipelines mit mindestens einem Meter Erdreich überdeckt sein. Üblicherweise werden die Leitungen alle zwei bis vier Wochen per Hubschrauber abgeflogen und aus der Luft kontrolliert. Diese visuellen Inspektionen sind aber teuer. Zudem können die Experten an Bord nicht erkennen, ob die Erdüberdeckung ausreichend hoch ist.

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„Wir entwickeln derzeit ein effizienteres Inspektionsverfahren für eine systematische und automatisierte Schichtdickemessung aus der Luft – und zwar mit Hilfe einer Drohne“, erläutert Claudia Windisch von Siemens Corporate Technology. „Dafür verbinden wir mobile, coptergetragene Sensorik und intelligente Bilddatenanalyse miteinander.“

Drohne erstellt dreidimensionales Oberflächenmodell

Bestückt mit einer Farbkamera und einer Nah-Infrarot-Kamera fliegt die Drohne eine unterirdische Ferngasleitung entlang einer vorgegebenen Strecke ab und fotografiert die Erdoberfläche. Die Bilder sollen künftig über ein Web-Interface direkt an die Pipeline-Analyseplattform von Siemens übermittelt werden. Aus den Daten wird ein dreidimensionales Oberflächenmodell der Leitungstrasse erstellt, das georeferenziert ist. Das heißt, den Daten werden raumbezogene Informationen zugewiesen. „Wir erreichen bei der Schichtdickemessung eine Genauigkeit von rund zehn Zentimetern“, sagt Windisch.

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