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Remote Service Effiziente Wartung per M2M-Kommunikation

| Autor / Redakteur: Joachim Hauck * / Franz Graser

Fernwartungslösungen erlauben eine effiziente und kostengünstige Wartung für Maschinen und Anlagen. Im Idealfall vereint ein M2M-Komplettpaket Kommunikationsterminal, Mobilfunk-Verbindung und Software zum Auswerten und Aufbereiten der Maschinendaten.

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Intelligente Fernservice-Konzepte ermöglichen es Maschinen- und Anlagenbauern, die Wartungs- und Serviceverträge mit ihren Kunden weltweit zu erfüllen, ohne dafür jedes Mal ein Team von Experten ins Flugzeug setzen zu müssen.
Intelligente Fernservice-Konzepte ermöglichen es Maschinen- und Anlagenbauern, die Wartungs- und Serviceverträge mit ihren Kunden weltweit zu erfüllen, ohne dafür jedes Mal ein Team von Experten ins Flugzeug setzen zu müssen.
(Bild: Vodafone)

Ein Teilbereich wird immer wichtiger für das Geschäft der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer: die Wartung. Service- und Wartungsverträge machen heute bereits 20 Prozent des Umsatzes der Unternehmen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau aus. Zugleich aber ist der Maschinen- und Anlagenbau eine exportorientierte Branche, deren Produkte weltweit im Einsatz sind. Das trägt erheblich dazu bei, die Kosten der Service- und Wartungsverträge in die Höhe zu treiben: Wenn für jede turnusmäßige Kontrolle ein Fachmann oder gar ein ganzes Team rund um den Globus fliegen muss, wird es teuer.

Die Lösung liegt im vielzitierten Internet der Dinge. Tatsächlich ist die Fernwartung (Englisch: Remote Monitoring and Control Services, kurz: RMCS) von Maschinen und Anlagen als wichtiger Bestandteil der Industrieautomatisierung eines der Felder, in dem das Internet der Dinge bereits breite Anwendung findet. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Remote-Service-Dienstleister stark gestiegen – ebenso wie die Zahl der Maschinen, die mit der dafür notwendigen Technologie für M2M-Kommunikation ausgestattet sind.

Optimierung der Wartungs- und Produktionsprozesse

Intelligente Fernservice-Konzepte ermöglichen es den Maschinen- und Anlagenbauern, die anspruchsvollen Wartungs- und Serviceverträge mit ihren Kunden weltweit zu erfüllen, ohne dafür jedes Mal ein Team von Experten ins Flugzeug setzen zu müssen. Stattdessen können sie auf alle Informationen zum Zustand und zu den Betriebsdaten der Maschine aus der Ferne zugreifen – das ist wesentlich effizienter und günstiger: Die Servicekosten können so um bis zu 30 Prozent reduziert werden.

Fernwartung bringt Optimierungsgewinne auf beiden Seiten: Die Hersteller können den Einsatz ihrer Service-Einheiten weltweit effizienter planen und sie besser auslasten. Unterdessen profitieren die Betreiber der Maschinen und Anlagen von rechtzeitigen und vorbeugenden Reparaturen, und damit von geringeren Ausfallzeiten.

Um von den Vorteilen einer RMCS-Lösung über M2M-Kommunikation zu profitieren, müssen verschiedene Bestandteile sinnvoll verknüpft werden. Zu Beginn muss zudem stets eine grundsätzliche Frage beantwortet werden: Soll die Kommunikation der Maschinen über eine Festnetz-Datenverbindung ermöglicht werden oder per Mobilfunk?

Die Festnetz-Datenverbindung gilt als sehr sicher – aber nur, wenn die Leitung vor Unterbrechungen geschützt ist, was nicht immer und überall der Fall ist. Wirtschaftlich sinnvoll ist eine Festnetz-Verbindung nur, wenn sich die Maschinen während ihrer gesamten Betriebsdauer an einem Standort befinden, da ansonsten hohe Kosten für die Datenübertragung anfallen. Auch Sicherheitsbedenken der Betreiber gegenüber der Nutzung bestehender Festnetz-Infrastrukturen innerhalb der Werkshallen sprechen oftmals gegen die Nutzung einer Festnetz-Datenverbindung.

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