Konstruktion EDM-System schließt E-CAD-Lücke

Redakteur: Reinhard Kluger

Im Konstruktionsprozess soll künftig eine Lücke weniger klaffen: Um Daten und Prozessabläufe in der Elektrokonstruktion einfacher managen zu können, entwickelte ein Joint Venture zwischen Zuken und Contact Software ein entsprechendes EDM-System. Pilotanwender ist ein Hersteller von Sonderfahrzeugen.

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Das E3.EDM Launchpad ist in die Benutzeroberflächevon E3.series integriert. Der Konstrukteur kann so auf die Funktionen des Datenmanagements und Workflows zugreifen, ohne die Applikation zu verlassen.
Das E3.EDM Launchpad ist in die Benutzeroberflächevon E3.series integriert. Der Konstrukteur kann so auf die Funktionen des Datenmanagements und Workflows zugreifen, ohne die Applikation zu verlassen.
(Zuken)

Sie gilt als die weltweit erste Lösung für das Daten- und Prozess-Management in der Elektrokonstruktion: Zum Verwalten der Konstruktionsdaten im nativen Format von E3.Series hat Zuken jetzt E3.EDM im Programm. Eine Software, die Konstruktion und Konstruktionsdaten-Management für Kabelbäume, Schaltschränke und Fluid-Design zu einer integrierten Lösung verbindet. Abgebildet werden die Daten in einem Produktdaten-Managementsystem. Damit lassen sich zentrale Abläufe in der Elektrokonstruktion nachhaltig verbessern.

„Uns überzeugt die Möglichkeit, die Daten unserer Elektro- und Fluid-Konstruktion nativ zu verwalten,“ erklärt Roland Fuhrmann, IT-Leiter von Faymonville.

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Verbesserungen im Änderungsmanagement

Der europäische Hersteller von Sonderfahrzeugen ist eines der ersten Unternehmen, das sich für dieses neuentwickelte EDM-Programm entschieden hat. Dort setzt man diese Software zunächst im Rahmen einer Pilot-Installation ein. „Wir versprechen uns deutliche Verbesserungen beim Varianten- und Änderungs-Management sowie bei der Wiederwendung von bestehenden Konstruktionen“, verdeutlicht IT-Leiter Roland Fuhrmann seine konkreten Erwartungen an die EDM-Software.

Die Pilot-Installation läuft bei Faymonville

Entwickelt wurde die Software E3.EDM von der Zuken Contact G, einem für die Entwicklung von EDM-Lösungen gegründeten Joint Venture beider Unternehmen. Betreut und vertrieben wird das Paket E3.EDM exklusiv von Zuken. Für die Fluid- und Elektro-Konstruktion gelten in der Praxis ganz eigene Anforderungen für das Management von Daten und Konstruktionsabläufen. Arbeitsabläufe, die nach Meinung von Roland Fuhrmann bisher noch keine bestehende Software abdecken konnte.

Gewohnte Arbeitsabläufe erhalten

Der Nutzen für die Praxis kann sich sehen lassen: Denn damit schließt E3.EDM eine noch im Entwicklungsprozess vorhandene Lücke. Als Folge davon sollen nämlich Produktivität und Qualität bei Entwicklungen von Maschinen und Anlagen einen kräftigen und wichtigen neuen Schub bekommen.

Aus der Sicht des Ingenieurs erweitern die Datenmanagement-Funktionen von E3.EDM nahtlos die bestehende E3.Series-Umgebung. Durch die Abbildung des nativen E3.Series Datenmodells lassen sich Konstruktionen auf Blatt- und Device-Ebene verwalten. Das zwingt den Entwickler nicht, gewohnte Arbeitsabläufe dem Datenmanagement-Werkzeug anzupassen. Jedoch kann er unmittelbar erkennen, welche Konstruktionselemente in welchem Entwicklungsprojekt Verwendung finden.

Passt in die bestehende Umgebung

Für Projektleiter ergeben sich signifikante Vorteile: Er kann die Arbeitsabläufe besser abbilden, Ressourcen gezielter steuern und die Projektmanagement-Fähigkeiten der Software-Lösung optimal nutzen. Für den IT-Manager heißt das: Er hat jetzt eine Lösung, die sich in die bestehende PLM- und ERP-Umgebung integrieren lässt und mit den individuellen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens mitwächst. (mz)

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