VDE-Studie

E-Mobility und Industrie 4.0 sorgen für steigende Nachfrage nach Ingenieuren

| Redakteur: Katharina Juschkat

Nachwuchsingenieure sind nach wie vor gefragt: 92 % der befragten VDE-Unternehmen geben an, ihren Bedarf an Hochschulabsolventen der Elektro- und Informationstechnik nicht decken zu können.
Nachwuchsingenieure sind nach wie vor gefragt: 92 % der befragten VDE-Unternehmen geben an, ihren Bedarf an Hochschulabsolventen der Elektro- und Informationstechnik nicht decken zu können. (Bild: VDE)

Hochschulabsolventen und Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik können beruhigt in die Zukunft blicken, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sollen glänzend sein, zeigt der aktuelle VDE-Trendreport.

Insgesamt 92 % der VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik, die der Technologieverband VDE anlässlich der Hannover Messe befragte, können den steigenden Bedarf an Hochschulabsolventen und Young Professionals nicht decken. Lediglich 9 % der Unternehmen sagen, dass sie ihren Bedarf an Ingenieuren in den nächsten Jahren decken können.

Bedarf an Fachkräften wächst weiter

Auch die Hochschulprofessoren beklagen einen Engpass an wissenschaftlichem Nachwuchs in der Elektrotechnik. Hier sehen nur 5 % der Professoren kein Nachwuchsproblem. Diese Entwicklung ist umso besorgniserregender, da 9 von 10 befragte Unternehmen und Hochschulen sagen, dass der Trend zu Elektromobilität, Industrie 4.0, Smart Grid und Smart Cities den Bedarf an Fachkräften weiter erhöhen wird. Bei 7 von 10 Mitgliedsunternehmen wird der Anteil an Ingenieuren der Elektro- und Informationstechnik an der Belegschaft in den nächsten Jahren steigen.

Effiziente Batteriepakete und umweltfreundliche Solarzellen

Energiespeicher

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18.04.16 - Das KIT stellt auf der Hannover Messe 2016 neue Technologien für unterschiedliche Bereiche vor, unter anderem für die zukünftige Energieversorgung. So zum Beispiel ein Produktionskonzept, das es ermöglicht, Batteriepacks für stationäre Energiespeicher sicher, kostengünstig und flexibel herzustellen. Weitere Themen sind die Produktion neuartiger organischer Solarzellen, Entwicklungen in der Lichttechnik und das Herstellen von Leichtbauwerkstoffen. lesen

Dass die Ingenieurbelegschaft in Unternehmen stetig älter wird und zu wenig Jüngere nachrücken, konstatieren 57 %. Im Hinblick auf den internationalen Wettbewerb um Fachkräfte der Elektro- und Informationstechnik sind 88 % der Meinung, dass sich dieser weiter verschärfen wird.

Qualitätsmarke „Diplom-Ingenieur“ soll erhalten bleiben

Trotz des Fachkräftemangels hält die Elektro- und IT-Branche wenig davon, bei der Qualität der Ausbildung Abstriche zu machen: 74 % stehen hinter der Forderung, die Qualitätsmarke „Diplom-Ingenieur“ zu erhalten und neben den neuen Abschlüssen Bachelor und Master kenntlich zu machen. Dass die Studieninhalte von Bachelor- und Master-Studiengängen zu überprüfen und gegebenenfalls nachzubessern sind, um die hohe Ausbildungsqualität zu sichern, fordern 68 %.

Der VDE-Trendreport 2016 ist im Infocenter für VDE-Mitglieder kostenlos einsehbar. (kj)

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