Beschichten Dünnschicht–Verbundkunststoffe für schwierige konstruktive Aufgaben

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Seit 40 Jahren vertreibt die Nusser GmbH den Beschichtungswerkstoff ZSV Spezialkunstharz-Verbund. Doch was macht diesen Dünnschicht-Verbundwerkstoff so besonders?

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ZSV-Beschichtungen bieten ein gesamtheitliches Werkstoff- und Beschichtungskonzept, um schwierige werkstoffliche und konstruktive Aufgabenstellungen zu lösen.
ZSV-Beschichtungen bieten ein gesamtheitliches Werkstoff- und Beschichtungskonzept, um schwierige werkstoffliche und konstruktive Aufgabenstellungen zu lösen.
(Bild: Nusser)

Der ZSV Spezialkunstharz-Verbund ist ein von den Fürstlich Hohenzollernschen Werken Laucherthal GmbH & Co. entwickelter Dünnschicht-Verbundwerkstoff. Er basiert auf Kunststoffen und kann nach speziellen Verfahren auf metallische Trägerkörper aufgetragen werden. Bei Temperaturen von 180 – 210°C wird dieser heißgehärtet bzw. eingebrannt.

Der Dünnschicht-Verbundwerkstoff basiert auf Kunststoffen und kann nach speziellen Verfahren auf metallische Trägerkörper aufgetragen werden.
Der Dünnschicht-Verbundwerkstoff basiert auf Kunststoffen und kann nach speziellen Verfahren auf metallische Trägerkörper aufgetragen werden.
(Bild: Nusser)

ZSV-Werkstoffe bestehen aus verschiedenen heißhärtbaren Kunstharzen, die mit metallischen, mineralischen oder thermoplastischen Füllstoffen modifiziert sind und Eigenschaften der Kunststoffe und der Metalle aufweisen. Das Fertigungsprogramm umfasst sieben in der Grundharz-Matrix und den Füllstoffen unterschiedlich zusammengesetzte Werkstoff-Ausführungen.

Die Werkstoffe werden je nach Ausführung im Spritz- oder Wirbelsinterverfahren (Tauchen, Fluten, Aufsieben) aufgetragen. Selbst komplizierte Innen- oder Außenkonturen sollen so beschichtet werden können. Damit lassen sich Teile sowohl in Einzel- als auch in Serienfertigung preiswert beschichten.

Schichtdicken ab 30 µm möglich

Die Rohschichtdicke liegt je nach Beschichtungsverfahren im Regelfall zwischen 0,5 und 1,0 mm und ist nach der Heißhärtung mit allen gängigen spanabhebenden Arbeitstechniken bearbeitbar, wobei überwiegend eine Endschichtdicke von ca. 200 µm angestrebt wird. Für Wiederaufarbeitungsmaßnahmen kann die Schichtdicke im Wirbelsinterverfahren bis max. 1,5 mm erhöht werden. Bei den im Spritzverfahren erzeugten ZSV-Schichten sind Schichtdicken ab 30 µm möglich.

Die Werkstoffe werden je nach Ausführung im Spritz- oder Wirbelsinterverfahren (Tauchen, Fluten, Aufsieben) aufgetragen.
Die Werkstoffe werden je nach Ausführung im Spritz- oder Wirbelsinterverfahren (Tauchen, Fluten, Aufsieben) aufgetragen.
(Bild: Nusser)

Fast alle Trägerkörperformen in den Werkstoffen Stahl, Bronze, NE-Metalle und Grauguß können mit ZSV-Werkstoffen beschichtet werden. Beschichtete Teile, die durch Maßfehler oder mechanische Beschädigungen unbrauchbar geworden sind, lassen sich maßneutral entschichten und sind somit erneut verwendbar.

Anwendungsbereiche:

  • Gleitschichten für Führungen aller Art bei allen Reibungszuständen, als Verschleißschutz, zur Vermeidung von Stick-Slip
  • Schutzschichten gegen Flüssigkeitskorrosion / elektrochemische Korrosion
  • Reibungskorrosion / Passungsrost-Schutzschichten
  • Elektroisolationsschichten bis 2,5 kV
  • Laufgeräuschdämmschichten

Einsatzbereiche:

  • Pumpengehäuse und Pumpenbauteile
  • Werkzeugmaschinen, Elektromaschinenbau, Werkzeugbau und Anlagenbau
  • Hydraulikanlagen (Öl- und Wasserhydraulik)
  • Füll- und Verschließmaschinen der Lebensmittel- und pharmazeutischen Industrie
  • Optische Geräte, Papiermaschinen, Textilmaschinen
  • Schiffbau

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