Funktionale Sicherheit Drehgeber und Dienstleistungen für Funktionale Sicherheit

Redakteur: Jan Vollmuth

Der Sensorik-Hersteller Kübler aus Villingen-Schweningen setzt bei Funktionaler Sicherheitstechnik nicht nur auf entsprechende Komponenten, sondern auch auf umfangreiche Dienstleistungspakete: Deren Bandbreite reicht von Grundlagenschulungen über individuelle Sicherheitskonzepte bis hin zu Wartungsangeboten.

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Zertifizierte Drehgeber von Kübler.
Zertifizierte Drehgeber von Kübler.
(Bild: Kübler)

Seit Mitte der 90er Jahre ist die Funktionale Sicherheitstechnik im Auf- und Umbruch und dabei stets auf dem Vormarsch. Die Normen der Anfangszeit, die intelligenten Schutz- und Sicherheitsinstallationen für Maschinen und Anlagen den Weg bereiteten, erschienen vielen Anwendern, im Vergleich zu ihrem Nachfolger, übersichtlich und vergleichsweise einfach zu implementieren. So sehnt sich auch heute noch manch einer zur endgültig Makulatur gewordenen Norm von 1996, der EN 954-1, zurück.

Elektronische Systeme waren nicht berücksichtigt

Die Vorgängernorm für den Bereich Maschinensicherheit ließ jedoch programmierbare elektronische Systeme noch weitgehend außer Acht und somit viel Potenzial für flexiblere und wirtschaftlichere Maschinen und Anlagen. Zudem kritisierten viele, dass Risikohöhe und –kategorie nicht immer nachvollziehbar kongruent gewesen seien.

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Einen wesentlichen Unterschied zur alten Norm, und damit letztlich die Daseinsberechtigung der Nachfolge-Norm EN ISO 13849-1, ist aber ihre risikobasierte probabilistische Herangehensweise. Diese folgte der Erkenntnis, dass Sicherheitslösungen komplexer und diversifizierter geworden sind und längst nicht mehr jeder Kategorie ein entsprechendes Systemverhalten zuzuordnen war. Der Einzug programmierbarer Elektronik sorgte für schwerer fassbare Varianten, zu umfangreich für bisherige Kategorisierungen. Mit der Konsequenz, dass nunmehr ohne den firmeneigenen „Dokumentationsverantwortlichen“ oder den „CE-Beauftragten“ für viele Hersteller nicht mehr viel „geht“.

Maßgeschneidert für KMUs

Und genau dies führt in der praktischen Umsetzung just bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu Problemen, fehlt es hier doch mitunter an personellen wie auch monetären Ressourcen oder auch schlicht am Spezial-Knowhow, um die Umsetzung von A bis Z erfolgreich und zügig durchzuführen.

Grund genug für den Sensorik-Hersteller Kübler, sein bewährtes Sicherheits-Portfolio aus zertifizierten SIL2-, PLd- und SIL3-, PLe-Drehgebern in Verbindung mit Sicherheitsmodulen zur Auswertung der Gebersignale, um einen entscheidenden Baustein zu erweitern. Zu einem guten System gehört heute mehr als die Komponenten und deren Zubehör wie Kabel, Kupplungen und Produktberatung.

Neue Dienstleistungspakete sollen mittelständische Kunden bestmöglich unterstützen und entlasten. Von ersten Grundlagenschulungen über die individuelle Erstellung des Sicherheitskonzepts, Abnahme, Inbetriebnahme bis hin zu Wartung und wiederkehrenden Prüfungen inklusive aller notwendiger Dokumentation über die Gesamtlebensdauer der Anlage liefern die Dienstleistungspakete sämtliche erforderlichen Leistungen zur schnellen und rechtssicheren Umsetzung.

Fehler entstehen in der Frühphase

Das neue Dienstleistungskonzept setzt bei einer Grundannahme an: Ein Großteil der Fehler in Maschinen und Anlagen entsteht in einer sehr frühen Phase. Es sind eher Planungsfehler, die letztlich zu großem Nachbesserungs- und Reparaturaufwand führen. Zwar kennen die Hersteller und Betreiber von Sicherheitsanlagen in aller Regel die entscheidenden Kriterien und Maßnahmen, besitzen aber im Anwendungsfall weder die notwendige Erfahrung noch und die Kenntnisse über Normen und deren Auslegung.

Ein ganz wesentlicher Schritt ist daher das konsequente und richtige Schaffen der konzeptionellen Grundlagen, auf der Maschinen und Anlagen ihr komplettes Betriebsleben ableisten. Denn gerade Fehler in der Anfangsphase, das zeigen die Erfahrungen, sind über den Gesamtlebenszyklus gerechnet richtig kostspielig.

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