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Doppel-PC für physische Netzwerk-Sicherheit

| Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Moneual hat den Doppel-PC „MiNEW D100“ vorgestellt. Dieser soll die Sicherheit in Netzwerken verbessern, indem er den Zugang zu Internet auf der einen und Heimnetzwerk oder Unternehmens-Intranet auf der anderen Seite physisch vollkommen entkoppelt.

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MiNEW D100: Zwei PCs in einem für Netzwerk-Sicherheit. Bild: moneual.co.kr
MiNEW D100: Zwei PCs in einem für Netzwerk-Sicherheit. Bild: moneual.co.kr
( Archiv: Vogel Business Media )

Der MiNEW D100 verbindet einen leistungsfähigeren PC mit einem Atom-Gerät. Letzteres bietet neben einem Atom-230-Chip ein Gigabyte (GB) RAM und eine 160-GB-Festplatte. Ein optisches Multi-Laufwerk hat dagegen nur die zweite Hälfte des Doppelsystems. Sie setzt auf einen Core2-Duo-Prozessor vom Typ E8400 und bietet zwei GB RAM sowie eine 250-GB-Festplatte.

Beide Geräte sind in ein kompaktes Gehäuse mit Abmessungen von 160 mal 255 mal 280 Millimetern verpackt. Jeder PC hat dabei nur Zugang zu einem Netzwerk - entweder Internet oder das lokale Home-Entertainmet- oder Firmennetz. Je nach Nutzungsbedarf wechselt der User zwischen den integrierten Geräten. Laut Moneual-Ankündigung wird das Doppelgerät ab April verfügbar, Angaben zum Preis gibt es noch nicht.

Wurm- und Hackerbremse

Die Idee, die Moneual mit seinem Doppel-PC verfolgt, ist leicht verständlich, wenn man beispielsweise an den Wurm Conficker denkt. Insbesondere dessen im Dezember 2008 entdeckte zweite Variante konnte sich massiv ausbreiten, indem sie via Internet einen PC in Unternehmen oder anderen großen Organisationen infiziert und sich danach massiv im jeweiligen Intranet ausgebreitet hat. Wenn Inter- und Intranet physisch entkoppelt sind, ist das nicht möglich.

Etwaige Hacker-Angriffe beispielsweise zum Zweck des Datendiebstahls werden durch die physische Trennung von internem und externem Netzwerk ebenfalls unterbunden. Freilich bleibt die Frage, ob der Moneual-Ansatz getrennter PCs für die Arbeit wirklich praktisch ist. Jedenfalls aber kann er nicht verhindern, dass Malware über infizierte Wechseldatenträger wie USB-Sticks ins Intranet gelangt.

pressetext.austria

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