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Online-Umfrage Digitales Arbeiten macht produktiver

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

In welchem Ausmaß wird in deutschen Büros bereits digital gearbeitet und was sind Motive für digitales Arbeiten? Nach den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage des Fraunhofer IAO sind bei Unternehmen, in denen die digitale Transformation weit fortgeschritten ist, klare Produktivitätsvorteile erkennbar.

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Als wichtigstes Motiv für digitales Arbeiten wurden in der Online-Umfrage das schnelle Finden und Weitergeben von Dokumenten genannt (91 % Zustimmung).
Als wichtigstes Motiv für digitales Arbeiten wurden in der Online-Umfrage das schnelle Finden und Weitergeben von Dokumenten genannt (91 % Zustimmung).
(Bild: pixabay/geralt, CC0)

Die Digitalisierung verändert sowohl die Gesellschaft als auch die Wirtschaft. Digitale Arbeitsmodelle lösen traditionelle Arbeitsweisen ab. Diese Entwicklung macht auch vor der Büroarbeit nicht Halt. Vor diesem Hintergrund hat das Fraunhofer IAO untersucht, wie weit die Digitalisierung in Büros deutscher Unternehmen schon vorangeschritten ist.

Mittels einer Online-Umfrage hat das Fraunhofer IAO untersucht, welche Tätigkeiten eher digital und welche eher papiergestützt durchgeführt werden. Zusätzlich wurden die Beweggründe und Hemmnisse für digitales Arbeiten beleuchtet. Auch die Bereitstellung und Nutzung digitaler Arbeitsmittel wurden in der Umfrage thematisiert sowie die Frage, welche Arbeitsweise und Ausstattung höhere Produktivitätspotenziale hat. 687 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen haben zwischen September 2015 und Januar 2016 an der Online-Befragung teilgenommen.

Fast 10 % arbeiten vollkommen digital und papierlos

Die Auswertung zeigt deutlich, dass die große Mehrheit der Studienteilnehmer bereits verstärkt digital arbeitet. Bei 70 % der Teilnehmer erfolgt der Austausch von Dokumenten und Informationen weitgehend digital. Knapp ein Viertel der Teilnehmer hat noch ein sehr hohes Druckaufkommen bei ihrer Arbeit, Papier steht hier noch klar im Mittelpunkt. Vollkommen digital und papierlos arbeiten fast 10 % der Befragten. In Besprechungen dominiert hingegen noch das Papier: Nahezu zwei Drittel der Studienteilnehmer verwenden in Meetings überwiegend ausgedruckte Dokumente oder handgeschriebene Notizen.

Als wichtigste Motive für digitales Arbeiten werden das schnelle Finden und Weitergeben von Dokumenten (91 % Zustimmung), das einfachere Teilen von Informationen (86 % Zustimmung) sowie orts- und zeitunabhängiges Arbeiten (78 % Zustimmung) angegeben. Jedoch halten auch sehr viele Teilnehmer IT-Geräte für zu umständlich und erledigen daher viele Dinge lieber in Papierform (86 % Zustimmung).

Höhere Produktivität durch Digitalisierung

Die Auswertungen zeigen auch, dass die Unternehmen mit höherem Digitalisierungsgrad produktiver sind. Teilnehmer mit einer digitalen Arbeitsweise sind produktiver als Teilnehmer, die eher papiergestützt arbeiten. Außerdem ist die Produktivität bei Unternehmen höher, die stets die neueste verfügbare IT nutzen, als bei Unternehmen, die gängige oder ältere IT-Geräte und Systeme nutzen.

Eine Publikation mit weiteren Ergebnissen der Umfrage „Digitales Arbeiten“ wird Mitte 2016 unter www.office21.de verfügbar sein. (sh)

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