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Industrie 4.0 Die Hannover Messe boomt

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Hannover Messe 2017 ist beendet und die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz. Vor allem der Nutzen und die Umsetzbarkeit der Industrie 4.0 standen im Mittelpunkt.

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Etwa 225.000 Besucher kamen nach Hannover, um die größte Industrieschau der Welt zu sehen.
Etwa 225.000 Besucher kamen nach Hannover, um die größte Industrieschau der Welt zu sehen.
(Bild: Deutsche Messe AG)

Nach fünf Messetagen ziehen die Veranstalter der Hannover Messe Bilanz und berichten: Die Industriemesse boomt. Intelligente Roboter, lernfähige Maschinen und vernetzte Energiesysteme sorgten für ein kräftiges Besucherplus.

„Mehr Besucher, mehr Internationalität, mehr Lösungen. So lässt sich die Messe zusammenfassen“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG. „In den vergangenen fünf Messetagen war Hannover die Welthauptstadt von Industrie 4.0.“ Unter dem Leitthema „Integrated Industry – Creating Value“ stand vor allem der Nutzen von Industrie 4.0 im Fokus. Dabei war die Rolle des Menschen in der vernetzten Fabrik ein Kernthema. Das Partnerland Polen unterstrich die Bedeutung der engen Zusammenarbeit innerhalb Europas und präsentierte sich als innovativer Partner für die globale Industrie.

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Von den 225.000 Besuchern kamen über 75.000 aus dem Ausland, melden die Veranstalter. Im Vergleichsjahr 2015 kamen 217.000 Besucher. Die Top-Besucherländer waren China mit etwa 9.000 Besuchern, die Niederlande mit 6.200, Indien mit 5.300 Besuchern und das Partnerland Polen, das mit 5000 Besuchern einen neuen Rekord verzeichnete.

Cobots, digitale Zwillinge und Start-Ups

Eine neue Roboter-Generation stand besonders im Rampenlicht. Cobots – kollaborative Roboter – sollen die Arbeitsweise in der Fabrik fundamental verändern. Durch Vernetzung, künstliche Intelligenz, neuartige Sensoren und intuitive Bedienung können sie unmittelbar mit dem Menschen zusammenarbeiten, selbstständig lernen und sich gegenseitig Anweisungen geben. Vorstandsmitglied Köckler erklärt: „In den Robotik-Hallen war das Interesse gigantisch. Cobots sind nicht nur für Großkonzerne spannend, auch viele kleine und mittelständische Unternehmen haben sich auf der Messe über die neuen Helfer informiert.“

Auch ein wichtiges Thema auf der diesjährigen Messe waren Plattformlösungen. Konkret ging es um die Vernetzung der gesamten Produktion inklusive Datensammlung und Auswertung in der Cloud. Der digitale Zwilling ermöglicht, schon im virtuellen Raum zu testen, ob etwa eine neue Fertigungsstraße funktioniert, womit sich neue Produkte schneller auf den Markt bringen lassen.

Seit dem vergangenen Jahr präsentieren sich junge Unternehmen im Bereich „Young Tech Enterprises“. Mehr als 150 Startups kamen zusammen. Sie zeigten Speicher für erneuerbare Energienetze, Bedienungssysteme für Augmented Reality oder Mini-Windkraftwerke für Autos und Züge: „Der Startup-Bereich hat sich prächtig entwickelt. Wir sind zuversichtlich, dass viele von ihnen im kommenden Jahr mit einem eigenen Stand den Sprung auf die Hannover Messe wagen“, ergänzt Köckler.

Partnerland für 2018 steht fest

Das Partnerland Polen hat sich mit 200 Unternehmen als dynamischer Industriestandort präsentiert. Forschung und Startups – auf diese Themen legte das Partnerland besonders viel Wert. Das machte auch Polens Ministerpräsidentin Beata Szydło deutlich. Zudem untermauerte Polen seine führende Position im Bereich Elektromobilität. Das große Interesse seitens der polnischen Politik an der Messe zeigten die Besuche weiterer hochrangiger Vertreter wie Jarosław Adam Gowin, Polens Minister für Wissenschaft und Bildung, oder Mateusz Morawiecki, Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Finanzminister. Für 2018 steht auch schon ein Partnerland fest – dann wird Mexiko in Hannover vertreten sein. (kj)

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