3D-Modelle Die Evolution geht weiter

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Bereits in der Planungsphase einer Produktionsanlage sichergehen, dass diese später reibungslos funktioniert – das wollen Forscher des Instituts für industrielle Informationstechnik (Init) der Hochschule OWL erreichen. Dazu soll das 3D-Modell der Anlage mit einer Testsoftware verknüpft werden, sodass bereits das Modell die Abläufe der realen Anlage prüfen kann.

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Das 3D-Konstruktions-Modell testet den Ablauf der realen Anlage.
Das 3D-Konstruktions-Modell testet den Ablauf der realen Anlage.
(Bild: Ciit)

Bisher ist die Inbetriebnahme mit hohen Kosten verbunden, bereits das Testen der Anlagen macht die Hälfte der gesamten Entwicklungszeit aus. Wenn es nach den Lemgoer Forschern vom Institut für industrielle Informationstechnik (Init) der Hochschule OWL geht, gehört das bald der Vergangenheit an. Ihr Plan: Den Anteil der Testkosten am Gesamtbudget von bisher 50 auf 10 % zu senken. Dabei soll eine Software helfen, die die Inbetriebnahme von Anlagen vereinfacht und zuverlässiger gestaltet

3D-Konstruktionsmodell im Zentrum

Kernelement der Lösung ist ein 3D-Konstruktions-Modell der Anlage. 3D-Ansichten sind gängige Methoden der vereinfachten Darstellung von Maschinen und Anlagen. Bei der Entwicklung von großen Anlagen ermöglichen diese virtuellen Modelle schon im Vorfeld detaillierte Einblicke in die Produktionsabläufe und Auslastung der Anlage.

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Modell testet Abläufe

Unter der Leitung von Professor Jürgen Jasperneite werden die Wissenschaftler jetzt dieses 3D-Konstruktionsmodell erweitern: „Unsere Idee ist es, das 3D-Modell mit einer intelligenten Testsoftware zu verknüpfen, damit bereits das Modell die Testfälle der fertigen Anlage realisieren kann.“ Man nutzt dafür die schon geleistete Arbeit und die Entwicklungskompetenz, die in dem 3D-Modell steckt. Das 3D-Modell kennt die Abläufe, weiß wie und wie viel produziert werden kann. Das Modell wird somit zum idealen Maßstab um die reale Anlage im Betrieb zu testen.

ABB ist Auftraggeber

Auftraggeber für das Projekt ist der ABB-Konzern, einer der Global Player in der Energie- und Automatisierungstechnik. Die Kooperation zwischen ABB und dem Lemgoer Init entstand aus einem Forschungswettbewerb heraus. Von 400 eingegangenen internationalen Projektideen von 250 Universitäten hat sich der Branchenriese ABB für insgesamt 40 Ideen entschieden. „Das bestätigt uns, dass das Institut als Gestalter der intelligenten Automation wahrgenommen wird“, so Jasperneite. (mz)

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