Schweißen Deutsche Nachwuchsschweißer holen Gold beim ARC-Cup 2014

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die deutschen Nachwuchs-Schweißer haben beim Schweißwettbewerb ARC-Cup vom 4. bis 8. Juni 2014 in Peking, China, sie sich das Gold für die Mannschaftswertung geholt. Außerdem sicherten sie sich in der Einzelwertung zwei zweite Plätze und zwei Mal den dritten Platz.

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Constanze Gebhardt während des Wettbewerbs, Prozess 111.
Constanze Gebhardt während des Wettbewerbs, Prozess 111.
(Bild: Landesverband Metall)

Der DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. schickte aus den DVS-Wettbewerben 2013 die vier Sieger des DVS-Bundeswettbewerbs „Jugend schweißt“ und zwei Gewinner aus dem europäischen Wettbewerb Weldcup zusammen mit den Betreuern, Schweißlehrern und Mitgliedern der Bundesarbeitsgruppe „Jugend schweißt“ nach Peking. Denn im letzten Jahr hatte Dr. Liu Zhenying, Präsident der Beijing ARC Xinxing Science & Technology Co. und Generalsekretär der Vereinigung für internationale schweißtechnische Zusammenarbeit in China, auf der Weltleitmesse Schweissen & Schneiden in Essen die sechs erfolgreichen Teilnehmer aus den DVS-Schweißwettbewerben zum ARC-Cup eingeladen.

Constanze Gebhardt belegt zweiten Platz im Lichtbogenhandschweißen

Dass die Reise nach Peking so erfolgreich sein würde, damit hatten die wenigsten gerechnet. „Ich war total glücklich über das Mannschaftsgold. Natürlich habe ich mich auch über mein gutes Ergebnis und über das der anderen aus unserer Mannschaft gefreut. Das ist schon etwas Besonderes, hier bei einem so großen internationalen Wettbewerb mitzumachen,“ beschreibt Constanze Gebhardt, die im Lichtbogenhandschweißen den zweiten Platz belegte. Sie hatte bereits im letzten Jahr bei DVS-Bundeswettbewerb „Jugend schweißt“ in Essen als erste Frau den Sieg in dieser Disziplin für sich verbucht. Auch dieses Mal war sie als einzige Nachwuchs-Schweißerin im deutschen Team vertreten. Hans-Peter Lutz, der Platz zwei im Metall-Aktivgasschweißen belegte, fand die Reise nach Peking ebenfalls sehr gelungen: „Wir waren zwar alle aufgeregt, aber beim Schweißen auch sehr konzentriert. Der Spaß stand dabei auf jeden Fall im Vordergrund.“ Grund zur Freude konnte der junge Schweißer aus dem Saarland haben, denn zusätzlich zu seiner Platzierung erhielt er den zweiten Platz für den Sonderpreis „Jungschweißer unter 22 Jahre“.

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EWM unterstützt DVS-Delegation vor Ort

Dietmar Berndt, Landesverband Metall Niedersachsen/Bremen und Delegationsleiter der DVS-Wettkampfmannschaft, ist nicht nur mit dem Ergebnis der Nachwuchs-Schweißer zufrieden. „Wir hatten vier spannende Tage mit einer tollen Mannschaft. Das alles wäre aber nicht ohne die sehr gute Vorbereitung und Durchführung des DVS, des chinesischen Organisationskomitees und der Sponsoren, wie vor allem mit der Unterstützung durch EWM, möglich gewesen.“ EWM stellte unter anderem einen Betreuer und Dolmetscher vor Ort ab, der der 15-köpfigen DVS-Delegation während des gesamten ARC-Cups hilfreich zur Seite stand.

250 chinesische und 42 ausländische Schweißerinnen und Schweißer aus 13 teilnehmenden Ländern, 6 Schweißprozesse, 45 Schweißkabinen, 6 Roboter-Schweißplätze und 779 zu bewertende Teststücke – das ist das Ergebnis des Wettbewerbs in Zahlen. Neben Deutschland nahmen Bulgarien, Großbritannien, Indonesien, Korea, die Mongolei, Österreich, Rumänien, Singapur, Tschechien, die Ukraine, Weißrussland und natürlich das Gastgeberland China am ARC-Cup teil, der zum dritten Mal in dieser Form nach 2010 und 2012 stattfand. Auch vor vier Jahren waren die Gewinner des DVS-Bundeswettbewerbes „Jugend schweißt“ nach Peking eingeladen worden. 2008 kamen zum ersten Mal Schweißer aus Niedersachsen und der Großregion Peking für einen Länderwettbewerb zusammen. Die Idee zu diesem internationalen Schweißwettbewerb war im Rahmen der zwei Jahre zuvor durchgeführten Unternehmerreise des Landesverbandes Metall Niedersachsen/Bremen nach China entstanden. (jup)

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