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Beratung als Dienstleistung Der Menschim Mittelpunkt

| Redakteur: Ute Drescher

Die digitale Gesellschaft bezieht ihr Wissen aus dem Internet. Die persönliche Beratung sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben, findet Hartmut Hofmann.

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Hartmut Hoffmann, Geschäftsführer der RK Rose+Krieger GmbH: "Es ist entsteht für mich der Eindruck, dass die fundierte Fachausbildung nicht mehr so wichtig ist".
Hartmut Hoffmann, Geschäftsführer der RK Rose+Krieger GmbH: "Es ist entsteht für mich der Eindruck, dass die fundierte Fachausbildung nicht mehr so wichtig ist".
(Bild: Rose + Krieger)

„Im Hinblick auf die Wirkung neuer Technologien auf unsere Gesellschaft gab es in der Vergangenheit viele Irrtümer“, sagt er. So glaubte man lange Zeit, die Elektronik könne die Mechanik und Maschinen den Facharbeiter verdrängen. Beides wurde inzwischen widerlegt. Auch dass der Computer zu einem papierlosen Büro führen würde, war eine völlige Fehleinschätzung. 2010 lag der Papierverbrauch pro Kopf in Deutschland bei 243 kg und damit mehr als siebenmal höher als 1950. Genauso gab es eine Zeit, in der die Sinnhaftigkeit von Messen im Zeitalter des Internets hinterfragt wurde. „Wer genau weiß, was er will, ist mit dem Internet gut bedient“, meint dazu Hartmut Hoffmann. „Doch wer sich tatsächlich umfassend informieren will, kommt um Messen nicht herum.“

Ebenso wenig können Apps eine Fachausbildung ersetzen oder Computer den Menschen die Entscheidungen abnehmen. Dennoch übertragen Unternehmen in vielen Bereichen – auch in der Automatisierungstechnik – zunehmend Dienstleistungsarbeit auf ihre Kunden. Konfiguratoren im Internet ersetzen die projektbezogene technische Beratung, E-Commerce das Verkaufsgespräch. Auf diese Weise lässt sich scheinbar in wenigen Mausklicks und vor allem kostenlos die optimale Lösung für jedes Problem finden. Und wenn dann doch noch Unsicherheiten bestehen, hilft der Austausch in Foren oder Blogs weiter. „Bei der Wahl der geeigneten Automatisierungstechnik führt dieser Weg meines Erachtens in die Irre“, so Hartmut Hoffmann. Computer können seiner Ansicht nach den Menschen die Arbeit nicht abnehmen. Sie ersetzen auch keine fundierten Fachkenntnisse gepaart mit menschlicher Kreativität.

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Sein Unternehmen geht einen anderen Weg und setzt auf fundierte, kompetente Beratung sowie eine partnerschaftliche Beziehung zum Kunden. „Natürlich verschließen wir uns nicht den modernen Medien. Unsere Homepage gibt Kunden und Interessenten die Möglichkeit, sich umfassend über uns und unsere Produkte zu informieren. Wir bieten Online-Auswahlhilfen und auch einen Arbeitsplatz-Konfigurator an. Beides erleichtert den Kunden die Suche nach der geeigneten Lösung, ersetzt jedoch nicht die individuelle Beratung. Unsere Kunden sollen schließlich nicht unsere Arbeit machen. Wir beraten sie gern, denn wir verfügen über das entsprechende Know-how“, betont Hoffmann. Dabei steht stets die Anwendung im Mittelpunkt: bei der Strukturierung des Produktportfolios, der Produktentwicklung und der Beratung. Und wenn sein Expertenteam einmal keine Lösung für ein Problem anbieten kann, dann wird das auch klar kommuniziert. Denn so Hoffmann: „Wir sagen, was wir können und tun, was wir sagen. Wir sagen auch, was wir nicht können und tun es nicht.“

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