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Wetter-Messtechnik

Damit König Fußball nicht im Regen baden geht

| Redakteur: Jan Vollmuth

Wenn vom 12. Juni bis 13. Juli 2014 in Brasilien die 20. Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet, messen Wettersensoren der Firma G. Lufft aus Fellbach bei Stuttgart die Wetterdaten in den verschiedenen Fußballstadien.

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(Bild: Lufft)

Das Mess- und Regeltechnikunternehmen hat mit dieser Anwendung bereits einige Erfahrung gesammelt: Bereits beim FIFA Confederations Cup im Juni 2013 wurden mithilfe der Sensoren von Lufft in allen am Wettbewerb teilnehmenden Stadien klimatologische Messdaten erfasst.

Zustande kam das Projekt durch eine klassische Ausschreibung. Diese entschied Lufft zusammen mit dem brasilianischen Vertriebspartner RoMiotto für sich. RoMiotto dient als Handelsvertreter namhafter Unternehmen im Markt für industrielle Messtechnik und arbeitet seit mehreren Jahren mit Lufft eng zusammen.

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Bereits beim Confederations Cup im Einsatz

Trotz eines kurzen Zeitrahmens wurden alle WS301-UMB Kompaktwetterstationen pünktlich in jedes der sechs Fußballstadien zum Start des Confederations Cup 2013 geliefert und installiert. In diesen sowie in weiteren sechs Spielstätten in ganz Brasilien finden auch die insgesamt 64 Fußballspiele der FIFA WM 2014 statt. Die noch fehlenden sechs Stadien werden rechtzeitig bis zum Start der kommenden Weltmeisterschaft mit weiteren Wettersensoren von Lufft ausgestattet.

Die Kompaktwetterstation WS301-UMB der Firma Lufft ist Teil der mobilen Erfassung von Klimadaten in den Fußballstadien. Mit seiner Hilfe können zahlreiche Wetterdaten gleichzeitig aufgezeichnet werden: Werte wie Temperatur, relative Feuchte, Luftdruck oder Globalstrahlung. Über einen externen Sensor, der an die Kompaktwetterstation angeschlossen werden kann, wird auch die Niederschlagsmenge gemessen. Der Datenlogger des Messunternehmens Campbell Scientific wertet die aufgezeichneten Daten aus.

Durch die Low-Power-Technik der WS301-UMB kann diese mobil über ein Solar-Panel betrieben werden und benötigt somit keinen externen Strom.

Rechtzeitig vor extremen Wetter warnen

Die Geräte erfassen nicht nur Wetterdaten an Spieltagen, sondern dienen auch zur Frühwarnung vor ungewöhnlichem Wettergeschehnissen. In Brasilien herrscht ein überwiegend tropisches Klima, bedingt durch die Größe des Landes gibt es mehrere Klimazonen. In den 12 Spieltorten zur Weltmeisterschaft 2014 sind Temperaturen über 30 ° C nicht ausgeschlossen. Hinzu kommt die extreme Luftfeuchtigkeit. Durch die genauen Wetterinformationen können stärke Hitze, extreme Regengüsse oder gar Stürme, die das Spielgeschehen beeinflussen können, vorhergesehen werden.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Lufft mit dem Thema Wettererfassung im Profisport. Das Unternehmen stattete unter anderem die alljährlich stattfinde Vierschanzen-Tournee mit mobilen Wetterstationen für exakte Wettervorhersagen aus. Dort wurden im Winter 2011/2012 innerhalb eines Pilotprojektes zwei Wetterstationen, bestehend aus dem kompakten Wettersensor WS600-UMB und einem Erfassungsgerät der Firma Metrilog, errichtet.

Auch in diesem Fall waren die über Internet oder Radio verfügbaren wettervorhersagen für den Veranstalter zu ungenau gewesen. Das haben die Messungen bestätigt: Temperaturen, Feuchte, Niederschlag und Wind direkt am Veranstaltungsort unterscheiden sich teilweise erheblich von eigentlich nah gelegenen Wetterstationen.

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