Funktionale Sicherheit Countdown für den Anwendertreff Maschinensicherheit 2015 läuft

Autor: Ute Drescher

Praxiswissen rund um die funktionale Sicherheit von Maschinen und Anlagen vermittelt der 3. Anwendertreff Maschinensicherheit am 30. September 2015. Auf Deutschlands Nr.-1-Kongress für Maschinensicherheit tauschen sich Experten und Anwender aus.

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Experten und Anwender tauschen sich auf dem 3. Anwendertreff Maschinensicherheit am 30. September 2015 in Würzburg aus.
Experten und Anwender tauschen sich auf dem 3. Anwendertreff Maschinensicherheit am 30. September 2015 in Würzburg aus.
(Bild: Archiv)

Wissen Sie, was unter „Fehlermaskierung in Reihenschaltungen“ genau zu verstehen ist? Normen, die sich mit Sicherheitsbetrachtungen von Steuerungen befassen, wie zum Beispiel die EN ISO 13849-1 oder die EN ISO 62061, gehen auf dieses Thema gar nicht ein. Nur die Norm EN ISO 14119 „Sicherheit von Maschinen – Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen“ beschreibt die „Logische Reihenschaltung von Verriegelungseinrichtungen“ und verweist auf die technische Regel ISO/TR 24119. Sie behandelt ebenfalls die logische Reihenschaltung von Einrichtungen, ist aber derzeit noch nicht allgemein verfügbar.

Wer dennoch mehr erfahren möchte, sollte den 3. Anwendertreff Maschinensicherheit besuchen, der am 30. September in Würzburg stattfindet: In seinem Vortrag „Sicherheit von Maschinen – Bewertung der Fehlermaskierung bei der Reihenschaltung von Verriegelungseinrichtungen mit potentialfreien Kontakten; ISO TR 24119“ erläutert Frank Schmitt, Leiter der Abteilung Zertifizierung, Normen-, Gremien- und Verbandsarbeit bei Schmersal, die Grundsätze der Fehlermaskierung sowie einige Inhalte der ISO/TR 24119. Dabei geht Schmitt insbesondere auf die im neuen Regelwerk beschriebene Vorgehensweise bei der Ermittlung des Diagnosedeckungsgrades ein.

Dies ist nur ein Beispiel für das abwechslungsreiche Programm des Anwendertreffs Maschinensicherheit, den die konstruktionspraixs Akademie am 30. September 2015 in Würzburg veranstaltet. In drei Praxisforen – Sicherheit als Standard, Sicherheitsgerichtetes Konstruieren sowie Industrial Security – geben Fachleute Einblicke in den aktuellen Stand der Normen, verraten, welche Änderungen in Arbeit sind und vermitteln vor allem praxisorientiertes Wissen rund um die funktionale Sicherheit von Maschinen und Anlagen.

So geht der Vortrag „Praktische Aspekte von Retrofit-Projekten – Betriebssicherheit im Fokus“ auf das neue Interpretationspapier „Wesentliche Veränderung“ des BMAS ein. Referent Matthias Schultz von Axelent erläutert, wie sich das Interpretationspapier auf konkrete Projekte anwenden lässt, was sich in der Praxis als „einfache Schutzeinrichtung“ erweist und worauf es hauptsächlich bei Retrofit-Projekten ankommt. „Für die Wirtschaftlichkeit eines Retrofits ist es wichtig, keine Extrempositionen einzunehmen“, erklärt Schultz. „In vielen Fällen – wenn nicht in der Mehrzahl – ist eine CE-Kennzeichnung gar nicht erforderlich und aufgrund des enormen Dokumentationsaufwandes unwirtschaftlich“.

Der Kongress gibt die Möglichkeit, sich neben dem Besuch der Vorträge mit Experten aus Normungsgremien, Betreibern und Anwendern über die funktionale Sicherheit von Maschinen und Anlagen auszutauschen sowie die begleitende Fachausstellung zu besuchen. Hier geht es zur Anmeldung. (ud)

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Über den Autor

 Ute Drescher

Ute Drescher

Chefredakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht