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Zahnriemen Contitech mit neuem Schmalkeilriemen für Hochleistungsanwendungen

Autor: Ute Drescher

Regina Arning, Segmentleiterin Industrie, erklärt im Gespräch mit konstruktionspraxis, was der neue Hochleistungszahnriemen der Contitech Power Transmission Group kann.

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(Bild: Contitech)

Der neue Schmalkeilriemen Conti-V-Advance eignet sich vor allem für industrielle Hochleistungsanwendungen. Welche konkreten Anforderungen gilt es hier zu erfüllen?

Anspruchsvolle Antriebe, zum Beispiel im Bergbau, in der Ölindustrie oder im Straßenbau, müssen vor allem hohe Leistungen übertragen und dürfen bei kurzeitigen Überlasten nicht sofort ausfallen. Kommt es zu Stillstandzeiten, wird das für unsere Kunden in der Regel richtig teuer. Das darf auf keinen Fall passieren.

In welchen Punkten sind herkömmliche Schmalkeilriemen diesen Anforderungen nicht gerecht geworden?

So kann man das nicht sagen. Auch unsere Standardkeilriemen haben ihre Berechtigung in industriellen Anwendungen. Bei speziellen Anforderungen kommen diese allerdings an ihre Grenzen. Der Conti-V-Advance überträgt zwischen 40 und 50 % mehr Leistung, wodurch komplette Antriebe in ihrer Baubreite reduziert werden. Das erhöht auch noch den Gesamtwirkungsgrad und spart Energie.

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Die Konstrukteure der Contitech Power Transmission Group haben die Konstruktion verbessert – was genau wurde geändert?

Um einen besseren Keilriemen zu entwickeln, reicht es nicht aus, allein eine Komponente des Riemens zu optimieren. Das Gesamtpaket muss stimmig sein. So müssen zu einem stärkeren Zugträger auch die richtige Gummimischung und das richtige Ummantelungsgewebe passen. Erst wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind und unsere anspruchsvollen internen Prüfungen bestanden wurden, wird die Freigabe für unsere Kunden erteilt.

Was tragen die einzelnen Komponenten – Zugstrang, Material und Ummantelung – zur Gesamtleistung des Keilriemens bei?

Die spezielle Konstruktion des Polyesterzugstrangs gewährleistet die höhere Kraftübertragung und die nahezu nicht vorhandene Längenzunahme des Riemens. Dadurch muss der Conti-V-Advance über seine Lebenszeit gesehen fast nie nachgespannt werden. Erst die faserverstärkte Gummimischung ermöglicht den erforderlichen Kraftfluss von der Scheibe zum Zugträger, der Schlupf wird reduziert und der Wirkungsgrad steigt. Bekanntlich geht es bei Forstarbeiten oder Untertage etwas härter zu. Die doppelte Gewebeschicht schützt den gesamten Riemen vor äußeren Einflüssen und reduziert den Abrieb auf ein Minimum.

Welchen Vorteil bringt das den Anwendern?

Es kann alles kleiner und kompakter gebaut werden. Die Konstrukteure profitieren von der größeren Leistungsdichte des Conti-V-Advance. Der Instandhalter wiederum freut sich über weniger Wartungsarbeiten und eine gesteigerte Prozesssicherheit. Nicht zuletzt wird auch der Einkäufer erstaunt sein, wie viel Kosten sich mit dem Conti-V-Advance einsparen lassen.

Vielen Dank für das Gespräch! (ud)

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Über den Autor

 Ute Drescher

Ute Drescher

Chefredakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht