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Produktentwicklung Coffee on Tour an den Beruflichen Schulen Biedenkopf

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die beruflichen Schulen Biedenkopf und die Coffee GmbH organisieren gemeinsam mit Mark 3D, Ingersoll Cutting Tools und Evo Informationssysteme eine Informationsveranstaltung rund um den Produktentwicklungsprozess für Schüler, Studenten und Unternehmen der Region.

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Schüler sehen die spanende Werkzeugmaschine live im Einsatz.
Schüler sehen die spanende Werkzeugmaschine live im Einsatz.
(Bild: Coffee)

Den Schülern den Produktentstehungsprozess nahebringen und Lösungen aufzeigen – das war das Ziel der Informationsveranstaltung am 23. Juni an den Beruflichen Schulen Biedenkopf. Mit den Lehrern der Ausbildungsrichtungen Werkzeugbau und Zerspanungstechnik, Herrn Bernhardt und Herrn Löwenstein, sowie den Partnerunternehmen Mark 3D, Ingersoll Cutting Tools und Evo Informationssysteme, zeigte Coffee den Schülern, Studenten der TH Mittelhessen sowie Vertretern von Unternehmen aus der Region Produkte, die den Entwicklungsprozess beschleunigen und vereinfachen können. Coffee bietet Softwarelösungen der Marken Solidworks und Solid-CAM sowie weitere Partnerlösungen an.

In der Berufsschule eine komplette Prozesskette abbilden

Daniel Held, Gründer und Geschäftsführer der Coffee GmbH, erläutert den Produktentwicklungsprozess.
Daniel Held, Gründer und Geschäftsführer der Coffee GmbH, erläutert den Produktentwicklungsprozess.
(Bild: Berufliche Schulen Biedenkopf)

Der Geschäftsführer und Gründer von Coffee, Daniel Held, erklärte, wie wichtig solche Veranstaltungen für ihn sind. „Hier im Hessischen Hinterland liegen sowohl meine Wurzeln als auch die des Unternehmens. Deshalb ist es für mich persönlich wichtig, sich für die Region zu engagieren und die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Ausbildung zu fördern.“

Karl Heinz Schneider, Schulleiter der Beruflichen Schulen, bedankte sich bei Organisatoren und Beteiligten. Er hob die Ziele der Beruflichen Schulen hervor, zu denen diese Veranstaltung gut passe. „Wir wollen unsere Schüler bis zur selbstständigen beruflichen Handlungsfähigkeit führen. Dafür kooperieren wir eng mit den Ausbildungsbetrieben und den Unternehmen, die aktuelle Ausstattung und Hard- und Software liefern. Es ist schon länger unser Ziel, in den für uns wichtigen Berufen theoretisch und praktisch eine komplette Prozesskette abbilden zu können“, sagt der Schulleiter.

An einem Nachmittag vom CAD-Modell zum Prototypen

Das Programm hat alle Stufen der Produktentwicklung dargestellt. Dabei blieb es nicht bei reiner Theorie: So wurde gezeigt, wie man ein Modell mit Solidworks-CAD modelliert und Joachim Kasemann, Geschäftsführer von Mark 3D, zeigte, wie man aus diesen CAD-Daten innerhalb von wenigen Stunden Prototypen und sogar Funktionsteile mit dem 3D Drucker herstellen kann. Ralf Schmitz, Solid-CAM-Experte bei Coffee, erklärte die Funktionsweise eines CAM-Systems: Kein Unternehmen mit professioneller CNC-Bearbeitung kann heutzutage auf eine CAM-Software verzichten. Der NC-Code muss nicht mehr mühselig in der Werkstatt erstellt werden, stattdessen wird dieser auf Basis der am Computer generierten CAD-Daten hergestellt. Solid-CAM ist dabei in das CAD-System Solidworks integriert.

Grundsätzlich gilt: Je besser verzahnt CAD- und CAM-System sind, desto besser kann ein Unternehmen effizient fertigen. Daran anknüpfend erläuterte Alexander Schenk, zuständig für Anwendungstechnik bei Evo Informationssysteme, wie die Produktion mit den Werkzeugmaschinen vernetzt werden kann. Die andere Seite hat Jürgen Kohlberger von Ingersoll Cutting Tools beleuchtet. Das Unternehmen produziert eine breite Auswahl von Standard- und Sonderwerkzeugen für die Zerspanungsindustrie. Kohlberger sagt: „Das Hessische Hinterland ist eine führende Region in Sachen Zerspanung. Der Zerspanungsmechaniker von Morgen ist durch die gute Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule auf dem neusten Stand der Technik. Deshalb wollen wir unser Wissen und unsere Technik mit einbringen.“

Am Nachmittag ging es dann an schweres Gerät: Den Teilnehmern wurde in kleinen Gruppen das Fräsen an der spanenden Werkzeugmaschine vorgeführt. Parallel dazu wurde den anderen Teilnehmern ein Workshop zur Baugruppenkonstruktion geboten. Dabei wurde live in Solidworks gezeigt, wie komplexe Baugruppen schnell modelliert werden können. Die Verbindung von Ausbildungsbetrieben und Unternehmen kam bei Teilnehmern und Beteiligten laut Veranstaltern gut an, weshalb weitere Informationstage geplant werden. (kj)

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