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Robotik China will bis 2020 in die Top 10 der Roboter-Nationen

| Redakteur: Katharina Juschkat

China plant, bis 2020 in der Robotik weiter aufzuholen und zu den Top 10 der Roboter-Nationen zu gehören. Bisher liegt China auf Rang 38, das Absatzvolumen chinesischer Hersteller wächst jedoch schnell an, berichtet die International Federation of Robotics.

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Jährliche Roboterlieferungen nach China
Jährliche Roboterlieferungen nach China
(Bild: VDMA)

China will bis 2020 den Aufstieg in die Top 10 der weltweit am stärksten automatisierten Nationen schaffen. Bis dahin soll die Roboterdichte – also die Anzahl der Industrie-Roboter pro 10.000 Arbeitnehmer – auf 150 Einheiten steigen. 2015 lag die Dichte bei 36 Einheiten. Ziel ist es, bis 2020 jährlich 100.000 Industrie-Roboter aus heimischer Produktion zu verkaufen. Das sagte Wang Ruixiang, Präsident des chinesischen Maschinenbau-Verbandes CMIF anlässlich des „China International Summit of Robot Industry“ in Shanghai. Aktuell liegt das Reich der Mitte mit einer Roboterdichte von 36 Einheiten weltweit auf Rang 28. Das sind Ergebnisse der Roboter-Weltstatistik, die von der International Federation of Robotics (IFR) veröffentlicht wird.

China fördert Ausbau der Automation

Der chinesische Markt für Industrie-Roboter ist derzeit noch stark von Importen geprägt. Ausländische Hersteller kommen auf einen Marktanteil von 69 %. Allerdings erhöhen heimische Wettbewerber ihren Marktanteil derzeit deutlich: Innerhalb von zwei Jahren stieg das Absatzvolumen chinesischer Hersteller von 25 % im Jahre 2013 auf zuletzt 31 %. Mit der Reformagenda „Made in China 2025“ fördert die Regierung in Peking den schnellen Ausbau der Automation.

„Bis Ende 2020 dürfte der Marktanteil chinesischer Roboterhersteller im heimischen Markt auf 50 % steigen“, sagte Dr. Daokui Qu, CEO des chinesischen Roboterbauers Siasun jüngst auf dem IFR CEO Round Table in München.

Asien als größter Absatzmarkt für Roboter

Asien verzeichnete 2015 mit insgesamt 156.000 Einheiten den weltweit größten Absatz von Industrie-Robotern – ein Plus von 16 % im Vergleich zum Vorjahr. Größte Einzelmärkte der Region waren China (67.000 Einheiten), gefolgt von Südkorea (37.000 Einheiten) und Japan (35.000 Einheiten). Die fünf Märkte in China, Südkorea, Japan, den USA und Deutschland zusammen stehen für rund drei Viertel des weltweiten Roboterabsatzes.

„Die Erfolgsgeschichte der Roboterindustrie wird mit der Umgestaltung der digitalen Informations- und Automationstechnik über 2018 hinaus fortgeschrieben – wir sind Zeugen einer echten Transformation“, sagt Joe Gemma, Präsident der IFR. „Insbesondere Treiber wie Industrie 4.0, das industrielle Internet der Dinge und Services haben unsere Branche bereits verändert.“ (kj)

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