Kernenergie China macht Fortschritte bei der Endlagerung von Atommüll

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Eine Fabrik zur Verglasung radioaktiver Flüssigkeiten soll dabei helfen, Atommüll besser endlagern zu können – deutsche Technik spielt dabei auch eine Rolle. Chinas erste Fabrik ist nun in Betrieb gegangen.

Die Endlagerung von Atommüll sorgt immer wieder für Diskussionen in Politik und Gesellschaft. In China geht man jetzt den Weg der Verglasung von radioaktivem Material.
Die Endlagerung von Atommüll sorgt immer wieder für Diskussionen in Politik und Gesellschaft. In China geht man jetzt den Weg der Verglasung von radioaktivem Material.
(Bild: (C) Matthias Creydt, all rights reserved)

China hat eine erste Fabrik zur Verglasung radioaktiver Flüssigkeiten in Betrieb genommen. Die Anlage in Guangyuan in der Provinz Sichuan könne ab jetzt mehrere hundert Kubikmeter flüssiger, hochradioaktiver Abfälle verarbeiten, berichtete die South China Morning Post (SCMP) in Hongkong unter Berufung auf chinesische Staatsmedien.

Die Verglasung oder „Vitrifikation“, bei der radioaktive Flüssigkeiten mit anderen Elementen zu Glas verschmolzen werden, ermöglicht eine bessere Endlagerung der Abfälle. Die Bindung in Glas könne das Auslaufen der strahlenden Flüssigkeiten „für mehr als Tausend Jahre verhindern“, schreibt die chinesische Wissenschaftszeitung Keji Ribao.