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Wärmeversorgung China heizt emissionsfrei mit Hitze aus Atomkraftwerken

Von Henrik Bork*

Wasserdampf aus Atomkraftwerken zur emissionsfreien Wärmeversorgung mittels Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu nutzen, ist keine Technologie, die in China erfunden wurde. Aber die Chinesen forschen intensiv auf dem Gebiet und haben mittlerweile die größte Anlage der Welt errichtet.

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In China nutzt man den zur Stromerzeugung generierten Wasserdampf im Atommeiler Qinshan zusätzlich dazu, über Wärmeaustauscher Fernwärme für Wohngebiete zu liefern. Es handelt sich um das größte Projekt der Welt.
In China nutzt man den zur Stromerzeugung generierten Wasserdampf im Atommeiler Qinshan zusätzlich dazu, über Wärmeaustauscher Fernwärme für Wohngebiete zu liefern. Es handelt sich um das größte Projekt der Welt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

China beheizt Stadtteile und ganze Städte mit der Hitze aus Atomkraftwerken. Mehrere Energiebetreiber arbeiten derzeit an entsprechenden Technologien. Seit Anfang dieses Monats wird knapp eine halbe Million Quadratmeter Wohnfläche über Kraft-Wärme-Kopplung durch den Atommeiler Qinshan in der Provinz Zhejiang versorgt, berichtet die Zeitung Global Times in Peking.

Zur Stromerzeugung generierter Wasserdampf wird genutzt

So sei es möglich, völlig „ohne Kohlendioxid-Emissionen zu heizen“, heißt es in dem Bericht. Der in Chinas ältestem Nuklearreaktor ohnehin zur Stromerzeugung generierte Wasserdampf werde dabei zusätzlich genutzt, um über Wärmeaustauscher Fernwärme für Wohngebiete zu liefern.