Smart Vehicle Center of Excellence für vernetzte und autonome Autos gegründet

Redakteur: Katharina Juschkat

Der Entwicklungsdienstleister FEV zentralisiert seine Entwicklung vernetzter und automatisierter Fahrzeuge und gründet ein Center of Excellence. Stephan Tarnutzer, Vice President Electronics bei FEV Nordamerika, übernimmt die Leitung des Centers.

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Mit dem neuen Center of Excellence „Smart Vehicle“ trägt FEV dem Stellenwert vernetzter und automatisierter Fahrzeuge in der Entwicklung Rechnung.
Mit dem neuen Center of Excellence „Smart Vehicle“ trägt FEV dem Stellenwert vernetzter und automatisierter Fahrzeuge in der Entwicklung Rechnung.
(Bild: FEV Europe GmbH)

Der Engineeringdienstleister FEV treibt seine „Smart Vehicle“-Entwicklung voran: Zu diesem Zweck hat FEV ein globales Center of Excellence (CoE) gegründet. Das Center hat die interdisziplinären Entwicklungsthemen Vernetzung und Automatisierung von zukünftigen Fahrzeugentwicklungen im Fokus. Neben Fahrerassistenzsystemen und der Automatisierung von Fahrfunktionen gehören Infotainment- und Telematiksysteme dazu, die Vernetzung mit der Umgebung (Car-2X) und der Cloud (Car2Cloud-Kommunikation) sowie die Cybersicherheit.

Zunehmende Vernetzung braucht neue Funktionen und Entwicklungen

Aus Sicht der Entwicklung bedeutet die zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen, dass unzählige neue Funktionen, Anbieter und Entwicklungsaufgaben entstehen. Im Kundenauftrag entwickelt FEV Hardware-Komponenten und Steuerungs-Software für vernetzte Fahrzeuge und prüft sowie validiert die Features und Funktionen verschiedener Domain-Controller. Dabei werden Technologien von unterschiedlichen Zulieferern und aus verschiedenen Branchen in End-to-End-Systeme integriert und im Ökosystem für vernetzte Fahrzeuge validiert.

„Um alle resultierenden Wechselwirkungen rund um das Fahrzeug zu beherrschen, ist es essenziell, bei jedem Entwicklungsschritt das Gesamtsystem zu betrachten“, erklärt Stephan Tarnutzer, Leiter des CoE. „Mit unserem vernetzten Systemdenken sind wir in der Lage, umfangreiche Design-, Integrations- und Validierungsaufgaben in kurzer Zeit durchzuführen.“ Eine wesentliche Rolle würden dabei automatisierte Entwicklungs- und Testwerkzeuge spielen.

Komplexere Entwicklungen brauchen entsprechende Expertenteams

Stephan Tarnutzer, Vice President Electronics bei FEV Nordamerika, hat die Verantwortung für das neue FEV Center of Excellence „Smart Vehicle“ übernommen.
Stephan Tarnutzer, Vice President Electronics bei FEV Nordamerika, hat die Verantwortung für das neue FEV Center of Excellence „Smart Vehicle“ übernommen.
(Bild: FEV Europe GmbH)

Die Leitung des CoE hat Stephan Tarnutzer, Vice President Electronics bei FEV Nordamerika, übernommen. Er verantwortet zukünftig die globalen Smart-Vehicle-Entwicklungstätigkeiten der FEV und will die technischen Experten aller Standorte und Fachbereiche vernetzen.

„Mit neuen Funktionen, Schnittstellen und Bauteilen werden Entwicklungsaufgaben für OEM und Dienstleister immer komplexer, was entsprechende Expertenteams, Benchmarking-Datenbanken und leistungsfähige Werkzeuge notwendig macht“, erklärt Professor Stefan Pischinger, President und CEO der FEV Group. „Mit unserer „Smart-Vehicle“-Strategie und dem Center of Excellence haben wir einen interdisziplinären Ansatz, mit dem wir kurze Entwicklungszeiten und optimale Ergebnisse erzielen wollen.“

Die Vorteile von Simulation für Prüfzwecke nutzen

In den alltäglichen Kundenprojekten nutzt FEV die Vorteile von Simulation und Modellierung zu Entwicklungs- und Prüfzwecken. So hat FEV beispielsweise den Telematics System Tester (TST) entwickelt. Mit dem TST soll das zu testende Telematiksystem in kurzer Zeit in einer abgesicherten Umgebung mit hunderten unterschiedlichen Szenarien beaufschlagt und bewertet werden.

Mit der Integration von mehr cloudbasierten Inhalten in moderne Fahrzeuge gewinnt die Cybersecurity zunehmend an Bedeutung. Je mehr Schnittstellen ein Fahrzeug bekommt, desto angreifbarer wird es. FEV bietet seinen Kunden Analysen von Risiken, Bedrohungen und Schwachstellen sowie spezifische Cybersecurity-Gateways. Das Gateway wird mit dem Kommunikationsbus des Fahrzeugs verbunden und soll so schädliche Übergriffe erkennen und verhindern. Zudem kann es als Firewall zwischen den externen Schnittstellen und dem Fahrzeugbus geschaltet werden, um Cyberattacken zu unterbinden. (kj)

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