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Maschinensteuerungen

Bedienen und steuern 4.0

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App zur Steuerung der Mikrowellen-Laborgeräte

Das Unternehmen CEM, Pionier und Marktführer in der Mikrowellen-Labortechnik, bietet zum Beispiel eine neue App zur Steuerung der Mikrowellen-Laborgeräte an. Mit dieser I-Link-App können auf Tablet-PCs und Smartphones mehrere Mars-6-Labor-Mikrowellengeräte kontrolliert und angesteuert werden.

So könne der Anwender jederzeit im Büro oder sogar unterwegs außerhalb des Labors den aktuellen Status der Geräte ablesen. Es werden Mikrowellenleistung, Temperatur, Druck und die aktuelle Laufzeit visualisiert. Zusätzlich können zur Dokumentation die Proben ID, Reagenzien, Einwaage, Probenbeschreibung und sogar Bilder eingefügt werden, heißt es weiter.

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Im Sinne von Industrie 4.0 steuern

Ganz im Sinne von Industrie 4.0 ist auch die Steuerung Celos des Maschinenherstellers DMG Mori aufgebaut. „Industrie 4.0 ist definiert als Verknüpfung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien mit klassischen Prozessen und Produkten zu einem integrierten und automatisierten Gesamtsystem“, erläutert Christian Thönes, Vorstandsmitglied der DMG Mori Seiki AG. Basis dafür seien interaktionsfähige, hochflexible Produktionsmittel.

Vor diesem Hintergrund ermögliche Celos den Kunden von DMG Mori die offene Integration ihrer Hightech-Maschinen und damit der Shopfloor-Ebene in übergeordnete Netzwerkstrukturen. „Dabei ist Celos so einfach zu bedienen wie ein Smartphone und unterstützt so den Mitarbeiter effizient bei Planung, Organisation und Verwaltung von Aufträgen“, so Thönes.

Derzeit gibt es laut Thönes 16 Apps sowie PC-Versionen, mit denen die Kunden ihren Produktions- und Fertigungsprozess auch direkt in der Arbeitsvorbereitung planen und steuern können. „Zusätzlich lassen sich mit dieser PC-Version beliebige Maschinen und Betriebsmittel in eine ganzheitliche Celos-Peripherie integrieren“, fährt Thönes fort. Es habe sich gezeigt, dass mit Celos Produktivitätszuwächse von 30 % erzielbar seien.

Automatisiert fertigen in Losgröße 1

Kernelement von Industrie 4.0 ist die Smart Factory, die aus sich selbst konfigurierenden Produktionsressourcen und den dazugehörigen Planungs- und Steuerungssystemen besteht. In einem Netzwerk verbindet sie virtuelle und physische Produktionselemente, indem sie das Internet der Dinge und Dienste in die Fertigung bringt.

Zentraler Bestand eines solchen Netzwerks ist der Mensch, der Augmented Operator, der die Fertigung (dezentral) steuert und überwacht. „Als Erfahrungsträger und Entscheider behält der Mensch ganz bewusst eine wichtige Rolle in allen relevanten Abläufen des Produktionsnetzwerks; denn er kann Zielvorgaben situativ und kontextabhängig beeinflussen“, bestätigt Klaus Bauer, Leiter Entwicklung Basistechnologie Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG.

IT-basierte Assistenzsysteme unterstützen den Augmented Operator dabei. Dazu zählen Planungssysteme, Virtual Production, über die er Fertigungsabläufe optimal organisieren kann. Zudem kann er beispielsweise über mobile Geräte von jedem Ort der Welt in die Produktion eingreifen und Betriebs- und Produktzustände über Echtzeitabbilder überwachen.

Social Machines in der Fertigung

In der Fertigung selbst stehen Social Machines, die untereinander und mit Zuliefer- und Kundensystemen intelligent vernetzt sind. Sie können auf mögliche Abweichungen eigenständig und situationsabhängig sofort reagieren. So wird ein Gesamtoptimum an Produktivität der Global Facility erreicht. Durch die Fertigung laufen Smart Products, die beispielsweise über einen integrierten Chip mit ihrem Umfeld kommunizieren. Schon der Rohling des Produkts kennt seinen Status, seine Historie und seine Bestimmung. Er kann damit den Maschinen mitteilen, wie er bearbeitet werden muss. Damit sollen Produkte mit der Losgröße eins so wirtschaftlich produziert werden können wie in der Massenproduktion. MM

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