Studie Bedarf an Schweißzusatzstoffen wächst

Redakteur: Juliana Schulze

Der europäische Markt für Schweißzusatzstoffe hat sich nach dem Konjunkturrückgang in diesem Jahr zusehends erholt. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan wird mit einer Umsatzsteigerung von 983,4 Millionen US-Dollar im Jahr 2009 auf 1.139,5 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2016 gerechnet.

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Neue Investitionen in die Automotive- und Baubranche forcieren die Nachfrage nach Schweißzusatzstoffen in Europa. (Bild: pixelio.de/Jurec)
Neue Investitionen in die Automotive- und Baubranche forcieren die Nachfrage nach Schweißzusatzstoffen in Europa. (Bild: pixelio.de/Jurec)

Der Trend zur Errichtung von Windkraftanlagen in Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien hält auch weiterhin an und forciert die Nachfrage nach Drähten und Elektroden für die Schweißindustrie. Langfristig wird es zu vermehrten Investitionen in die Automotive- und Baubranche kommen und damit zu einem steigenden Bedarf an Schweißzusatzwerkstoffen. In der Studie von Frost & Sullivan umfassten die Schweißzusatzstoffe Stabelektroden, Massivdrähte, Drähte mit Flussmittelkern sowie Drähte und Flussmittel zum Unterpulverschweißen (UP).

Schweißarbeiten nehmen sprunghaft zu

“Durch das Auffüllen von leeren Lagerbeständen wird mit einer Erhöhung des Stahlverbrauchs gerechnet, zusätzlich zu der durch den Energiesektor und die Automotive-Branche angekurbelten neuen Nachfrage,” betont Archana Chauhan, Senior Research Analyst bei Frost & Sullivan. „Dieser sprunghafte Zuwachs an Schweißarbeiten führt damit auch zu einem erhöhten Bedarf an Schweißzusatzstoffen.”

Das Wettbewerbsspektrum in diesem Markt umfasst sowohl stark wettbewerbsorientierte Märkte, in denen eine Vielzahl von Herstellern wenig oder gar keinen Einfluss auf die Produktpreise haben, als auch eher wenig wettbewerbsintensive Märkte für Nischenprodukte. Es besteht daher ein Mangel an Produktdifferenzierung. Zusätzlich stellen die steigenden Anforderungen im Bereich Kundenservice eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für die europäischen Hersteller von Zusatzstoffen dar.

“Durch steigende Rohstoffpreise, Konkurrenz asiatischer Hersteller und geringe Gewinnspannen sind viele Hersteller nicht in der Lage, ihren Kunden eine attraktiven Kundendienst in Form von effizientem Packaging, After-Sales-Service und Expertenberatung zu garantieren,” erklärt Frau Chauhan.

One-Stop-Shoplösung für Schweißbedarf

Hersteller von Schweißzusatzstoffen können sich jedoch von der Konkurrenz absetzen und ihre Gewinnspannen erhöhen durch schnelle und zeitgerechte Lieferung, höhere Legierungen bei Zusatzwerkstoffen mit dadurch höherer Produktivität, besserem Packaging und effizienterem Marketing sowie durch geringere durchschnittliche Produktionskosten. “Eine One-Stop-Shoplösung für umfassenden Schweißbedarf könnte eine der Schlüsselstrategien darstellen, um Wachstum und Marktdurchdringung von Unternehmen der Schweißindustrie voranzutreiben,” empfiehlt Frau Chauhan abschließend.

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