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Fluidplanung Automatisierungskomplexität beherrschen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Das Unternehmen G-Tech setzt für die Elektro- und Fluidplanung auf Lösungen von Eplan – und behält so den Überblick auch bei Plänen mit mehreren tausend Seiten.

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CAE-Softwarepakete für die Elektro- und Fluidplanung unterstützen dabei, vielschichtige Anforderungen zu meistern.
CAE-Softwarepakete für die Elektro- und Fluidplanung unterstützen dabei, vielschichtige Anforderungen zu meistern.
(Bild: ra2studio)

Montagsautos wurden wegen mangelnder Nachfrage abgeschafft. Trotz ihrer ungebremst weiter steigenden Komplexität und Anpassbarkeit bis zum voll individualisierten Produkt mit Serienstückzahl 1 erwarten Käufer heute Großserienqualität ohne Qualitätsmängel oder Funktionseinbußen. Das gilt nicht nur für Autos, sondern gleichermaßen auch für alle anderen Produkte.

In einem noch größeren Ausmaß steigt die Komplexität der Anlagen für die Montage solcher Produkte. Sie müssen sich – eine Forderung nicht erst von Industrie 4.0 – für das Assemblieren verschiedener Produktvarianten eignen und trotz unterschiedlicher Anzahl und Größe der gefertigten Baugruppen die einzelnen Teile mit gleichbleibend hoher Präzi- sion zusammenfügen. Da jedes Vorprodukt Fertigungstoleranzen aufweist, lässt sich diese Präzision nur durch begleitende Messungen beim Montagevorgang erzielen.

„Ebenso wenig wie Qualität kann Präzision nachträglich hinzugefügt werden“, sagt Josef Gebeshuber, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der G-Tech Automatisierungstechnik GmbH. „Messung, Selektion und Anpassung an die Ist-Maße sind daher als integrativer Hauptbestandteil der eigentliche Kern unserer Produktionsanlagen.“ Die Inte- gration der auch getrennt angebotenen Mess- und Prüftechnik in die automatischen G-Tech-Montageanlagen ist daher so selbstverständlich wie die der Robotik.

Von der Software zur Mechatronik

Die meisten Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau kommen von Seiten der Mechanik und haben ihr Know-how über die Antriebstechnik auch in Elektronik und Software ausgedehnt. Die 1997 gegründete G-Tech hingegen konzen- trierte sich ursprünglich auf die Informationstechnik und damit die Softwareerstellung, zu der schon bald der Schaltanlagenbau hinzukam. Wie sich herausstellte, ist die angestrebte Gesamtanlagenqualität jedoch nur bei Planung, Herstellung und Montage der Gesamtmaschine aus einer Hand zu erreichen. Deshalb deckt das Unternehmen seit 2001 alle Disziplinen der Entwicklung und Produktion ab.

Seit 2007 am heutigen Standort in Ried im Traunkreis erwirtschaftet G-Tech als international tätiges Unternehmen etwa 18 Mio. € Umsatz (2015). Neben Mess- und Prüftechnik sowie Maschinen und Anlagen für die Automatisierung von Montageprozessen produziert das Unternehmen Systeme für die automatisierte Bereitstellung von Berufsbekleidung. Im anbrechenden Zeitalter von Big Data in der Produktion betätigt sich G-Tech auch vermehrt mit der IT, von der Softwareentwicklung über die Netzwerk- und Datentechnik bis hin zum eigenen Management-Information-System.

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