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Tragarmsystem Automatischer Potenzialausgleich erhöht die Sicherheit

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Mit dem automatischen Potenzialausgleich seines Tragarmsystems schließt Rittal eine Sicherheitslücke an der Schnittstelle Mensch-Maschine und erhöht den Schutz der Anlagenbediener und -betreiber.

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Erhöht die Sicherheit für Anlagenbediener.
Erhöht die Sicherheit für Anlagenbediener.
(Bild: Rittal)

Sicherheit sollte immer oberste Priorität haben – das gilt auch bei der Installation von Tragarmsystemen für die Maschinenbedienung. Mit einem automatischen Potenzialausgleich seines neuen Tragarmsystems CP 60/120/180 schließt Rittal eine gefährliche Sicherheitslücke an der Schnittstelle Mensch-Maschine. Der Vorteil: mehr Schutz für Anlagenbediener und mehr Sicherheit für Maschinenhersteller – ohne Mehraufwand und Mehrkosten.

Kein Norm für Tragarmsysteme

„Für Tragarmsysteme gibt es bislang keine gültige Norm, die die sichere elektrotechnische Installation festlegt“, erklärt Matthias Müller, Leiter Produktmanagement Modular Enclosures bei Rittal. Und ergänzt: „Wie Anlagenbauer sichere Bedienlösungen elektrotechnisch aufbauen, liegt damit in deren Ermessenspielraum und letztlich – was oft nicht bedacht wird – auch in deren Haftungsbereich.“

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War bis dato vor allem der mechanische Aufbau von Tragarmsystemen im Fokus, sind viele Installationen heute laut Müller elektrotechnisch nicht mehr auf dem Stand der Technik. So fehlen bei Kabelinstallationen im Inneren von Tragarmsystemen oft passive Schutzvorrichtungen wie etwa Kantenschutzelemente, die das Aufscheuern von Kabeln verhindern. Aber es fehlen auch aktive Schutzmaßnahmen wie ein automatischer Potenzialausgleich über alle Elemente eines Tragarmsystems: Diese Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass der Anlagenbediener im Falle eines defekten Kabels nicht unter elektrischer Spannung steht.

Sicherheitslücke geschlossen

Mit seinem neuen Tragarmsystem CP 60/120/180 schließt Rittal nun diese Sicherheitslücke und stellt standardmäßig einen automatischen Potenzialausgleich über das ganze Tragarmsystem sicher. Waren bislang drehbare Elemente eines Tragarmsystems wie Gelenke ohne Vorkehrungen eines Potenzialausgleichs ausgerüstet, sind alle Drehelemente des CP mit sogenannten Schleifkontakten ausgestattet, um für den sicheren elektrischen Kontakt über das gesamte System zu sorgen. Clevere Kantenschutzelemente aus Kunststoff, die sich zwischen Tragprofilen und Eckelementen einfach auf das Innenprofil aufstecken lassen, verhindern, dass Leitungen geknickt oder aufgescheuert werden. „Aktuelle Kundengespräche zeigen, dass der automatische Potenzialausgleich ein wichtiges Entscheidungskriterium für Maschinen- und Anlagenbauer ist“, erklärt Matthias Müller.

Lösung aus dem Baukasten

Das Tragarmsystem bietet als durchgängiges Baukastensystem Anlagenbauern einheitliche Funktions-, Montage- und Projektierungslösungen in einem Design und deckt alle vom Markt geforderten Lastbereiche bis maximal 180 kg ab – mit einem Höchstmaß an Zeitersparnis bei Montage, Justage und Service. Das System ist bereits in der Serienausführung mit dem Potenzialausgleich ausgestattet.

Für Tragarmsysteme gibt es im industriellen Bereich keine klare Zuordnung zu einer elektrotechnischen Norm, weil sie sich in einem Übergangsbereich von Elektrotechnik und Mechanik befinden und in etwa wie Kabelkanäle betrachtet werden. Rittal hat sich das Thema Sicherheit auf die Fahne geschrieben, weil für Kunden der automatische Potenzialausgleich bei Tragarmsystemen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Maschinenbauer haben, um Schäden zu vermeiden, bislang Sicherheitsmaßnahmen getroffen, die einen hohen Installationsaufwand erforderten. Maschinenbauer können jetzt Zeit und Kosten sparen – und es einfacher haben. Das Tragarmsystem verfügt über einen automatischen Potenzialausgleich bereits in der Serienausführung. Ein Nachrüsten des Potenzialausgleichs ist zwar denkbar, aber mit einem sehr hohen mechanischen Aufwand verbunden. Zudem bedeutet Nachrüsten einen Eingriff in das Design des Tragarmsystems. (mz)

Hannover Messe 2014: Halle 11, Stand E06

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