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Getriebe Automatgetriebe Ecolife senkt Kraftstoffverbrauch um 10%

| Redakteur: Ceara Elhardt

ZF präsentiert ihr überarbeitetes Automatgetriebe Ecolife, in dem jetzt auch die Start-Stopp-Funktion verbaut ist. Damit sollen sich zusätzliche Kraftstoffeinsparungen in konventionell betriebenen Diesel-Stadtbussen von bis zu 10 % erreichen lassen.

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Aufgrund der Start-Stopp-Funktion für das Ecolife-Getriebesystem verbrauchen Stadtbusse bis zu 10 % weniger Kraftstoff.
Aufgrund der Start-Stopp-Funktion für das Ecolife-Getriebesystem verbrauchen Stadtbusse bis zu 10 % weniger Kraftstoff.
(Bild: ZF)

Gerade im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wachsen die Anforderungen an eine leistungsstarke, geräusch- und emissionsreduzierte Mobilität. „Gefragt sind effiziente und wirtschaftliche Systemtechnologien, welche den ÖPNV, Unternehmen und Städte gleichermaßen entlasten, aber auch den Passagieren eine sichere wie bequeme Fahrt ermöglichen“, erklärt Andreas Moser, Leiter des Geschäftsfelds Achs- und Getriebesysteme für Busse der ZF Friedrichshafen AG.

Dementsprechend stellt der Technologiekonzern die neue Start-Stopp-Funktion für ihr 6-Gang-Automatgetriebe ZF-Ecolife vor. Sie senkt laut Hersteller den Kraftstoffverbrauch im urbanen Einsatz um bis zu 10 %. Die dafür notwendigen konstruktiven Erweiterungen konnten in das aktuelle Seriengetriebe integriert werden, wie die Verstärkung des Wandlers und der Wandlerkupplung. Eine zusätzliche elektrische Maschine im Antriebsstrang ist dabei nicht notwendig, wodurch sich Installations- und Kostenaufwand reduzieren. Neu ist auch die Getriebevariante Ecolife Coach, die in Überland- und Reisebussen mit bis zu 2300 Nm Eingangsdrehmoment einsetzbar ist.

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Maßgeschneidert für die Zukunft: Elektroportalachse AVE 130

ZF hat auch seine Elektroportalachse AVE 130 für elektrisch angetriebene Busse weiterentwickelt. Das Unternehmen verspricht verbesserte Leistungs- und Drehmomentwerte der beiden radnahen Motoren. Die elektrische Höchstleistung der beiden in die Achse integrierten, wassergekühlten Asynchronmotoren steigt somit von bislang 2 × 120 kW auf 2 × 125 kW. Parallel dazu wächst die effektive Nennspannung der elektrischen Maschinen von 350 V auf 400 V, während das maximale Drehmoment von 2 × 465 Nm auf 2 × 485 Nm zunimmt. Da der konventionelle Antrieb und die Gelenkwelle im Heck wegfallen, können in Bussen mit der AVE 130 Raum für zusätzliche Steh- und Sitzplätze entstehen. Außerdem soll die Elektroportalachse aufgrund ihrer zwei integrierten E-Motoren bis zu 500 kg weniger wiegen als Lösungen mit elektrischem Zentralmotor.

Achssysteme für alle Busklassen

ZF erweitert sein Sortiment außerdem um die Niederflurachse AV 133 für Busse. Die Nachfolgerin der AV 132 soll sowohl für moderne BRT-Konzepte (Bus Rapid Transit) als auch für neue Fahrzeuggenerationen ausgelegt sein. Die Variante mit Aluminium-Federträgern verspricht Gewichtsvorteile von 45 kg. Das neue Achsprogramm um die A/AV 110 für Midibusse ergänzt das Produktportfolio in diesem Segment.

ZF-Antriebsstrangberatung: Verbrauchsoptimal unterwegs

Für Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr spielen aber nicht nur fortschrittliche Technologien eine zentrale Rolle. Damit diese auch ihr Effizienzpotenzial in der Praxis voll ausschöpfen können, müssen Getriebe- und Achssysteme bestmöglich aufeinander abgestimmt sein. Deshalb bietet ZF ein zusätzliches, modular aufgebautes Serviceangebot für Verkehrsbetriebe. Mit der streckenbezogenen Antriebsstrangberatung analysieren Mitarbeiter vor Ort routen- und fahrzeugspezifische Parameter, aus denen sie optimierte Konfigurationsmerkmale ableiten können. Bisherige Vorabberatungen für Anbieter haben Busse im Praxisbetrieb um bis zu 4 % sparsamer gemacht. (ce)

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