Kupplungen Ausrücksystem mit Wegsensoren für Start-Stopp-Systeme

Redakteur: Stefanie Michel

Die mit der Start-Stopp-Technik ausgestatteten Fahrzeuge benötigen Informatonen über den Stellweg der hydraulischen Betätigungszylinder. Hierfür hat LuK den Kupplungszylinder mit Wegsensorik entwickelt, der bei VW jetzt in Serie geht.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Ein sportliches und zugleich komfortables Fahrgefühl bei geringen Emissionen und CO2-Ausstoß betrachtet der Käufer mittlerweile als Standard der neuen Fahrzeuggeneration. Die Start-Stopp-Funktion ist eine erfolgversprechende Lösung diese Anforderung umzusetzen. Auslöser ist dabei das Aus- beziehungsweise Einkuppeln des Fahrers.

Sind momentan lediglich 2 % aller Fahrzeuge auf dem Markt mit Start-Stopp-Technik ausgestattet, wird diese Zahl in den nächsten Jahren eklatant steigen. Zur optimalen Funktion benötigen die Fahrzeuge stetig Informationen über den Stellweg der hydraulischen Betätigungszylinder. Hier greift die neueste Entwicklung von LuK: der Kupplungszylinder mit Wegsensorik. Dieser startet nun bei VW in Serie und verspricht auch für andere Fahrzeughersteller großes Potenzial.

Sensorik ermöglicht rechtzeitiges Erkennen des Fahrerwunsches

Als Herzstück des Gesamtsystems Kupplung und Betätigung bestimmt das Ausrücksystem als Verbindung zwischen Pedal und Kupplung maßgeblich das Fahrgefühl. Zu den Kriterien, die es dabei zu erfüllen gilt, gehört ein einwandfreies Trennverhalten, betätigungsfreundliche Kraft-Weg-Charakteristik am Pedal, geräusch- und vibrationsfreie Betätigungsvorgänge sowie angenehmes Modulationsverhalten bei Anfahr- und Schaltvorgängen. Das gesamte System muss bei allen Betriebszuständen einwandfrei funktionieren und ein optimales Zusammenspiel mit den anderen Fahrzeugkomponenten gewährleisten.

Fahrzeuge mit Start-Stopp-Funktionalität, automatisierten Schaltgetrieben und automatisch betätigten Kupplungen in Hybridfahrzeugen benötigen zur optimalen Funktion eine Information über den Stellweg der hydraulischen Betätigungszylinder. Der Automobilzulieferer LuK entwickelte deshalb Wegsensoren, die in das hydraulische Kupplungsbetätigungssystem eingesetzt sind. Am Kupplungsgeberzylinder ermöglicht eine solche Sensorik unter anderem das rechtzeitige Erkennen des Fahrerwunsches – eine unerlässliche Funktion für die vorhandenen Start-Stopp-Systeme. Wegsensoren am Kupplungsnehmerzylinder dagegen finden ihren Einsatz vorwiegend bei automatisierten Schaltgetrieben, bestimmten Bauformen von Hybridantrieben und bei Doppelkupplungsgetrieben, wo sie eine präzise Steuerung der Kupplung erzielen.

Kupplungszylinder und Sensor als einbaufertige Lösung

Beide Möglichkeiten gehören zum Produktportfolio des badischen Automobilzulieferers. Die zur Informationsübermittlung verwendeten Sensoren sind dabei berührungslos. Als Target verwenden sie einen am hydraulischen Kolben befestigten Magneten. Der Vorteil für Automobilhersteller: Zylinder und Sensor können bereits als einbaufertige Lösung bezogen werden. Beide Komponenten bilden dabei eine bereits kalibrierte und geprüfte Einheit – mit einer individuellen Kennzeichnung garantiert LuK eine Rückverfolgung über Jahre hinaus.

Je nach verwendeter Elektronik verfügt der Sensor über eine Messgenauigkeit von +/- 3 Prozent und hält Einsatztemperaturen vom -40 °C bis hin zu +120 °C – mit kurzfristigen Temperaturspitzen bis +160 °C – stand. Neben dem Serienstart bei VW konnte das Produkt seine Position im Markt weiter ausbauen.

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