Getriebe

Aus ferngesteuertem Auto wird Rennwagen

| Redakteur: Sandra Häuslein

Schüler der Eugen-Reintjes-Berufsschule setzten als Verbesserung ihres Rennwagens auf ein verschleißfestes und robustes Zahnradgetriebe. Die Zahnräder wurden aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur I6 gedruckt.
Schüler der Eugen-Reintjes-Berufsschule setzten als Verbesserung ihres Rennwagens auf ein verschleißfestes und robustes Zahnradgetriebe. Die Zahnräder wurden aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur I6 gedruckt. (Bild: Igus)

Ein handelsübliches ferngesteuertes Auto zum stromsparenden Rennwagen umbauen – so lautet die Aufgabe, der sich Schüler bei der JET-Challenge auf der Ideenexpo in Hannover stellen. Igus hilft bei der Challenge mit 3D-gedruckten Zahnrädern aus Hochleistungskunststoff.

Aus einem normalen, ferngesteuerten Auto einen schnellen, stromsparenden Rennwagen bauen und in einem Wettstreit alle anderen Teams überholen – das ist das Ziel der „Jugend entdeckt Technik“-(JET-)Challenge, die vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der Hochschule Hannover (HSH) 2007 ins Leben gerufen wurde. Wie auch bei den großen Vorbildern ist der Schlüsselfaktor nicht die Geschwindigkeit allein, sondern auch die Energieeffizienz.

Rennautos im Maßstab 1:10

Besucher der Ideenexpo können vom 15. bis 23. Juni am Stand der HSH die JET-Challenge in Aktion erleben. 25 Teams kämpfen mit ihren Rennautos im Maßstab 1:10 auf einer 20 Meter langen Rennbahn um den Sieg. Das Reglement ist streng: Jedem Team steht nur ein Budget von 50 Euro zur Verfügung. Bis auf Akku, Motor und Fahrtregler müssen alle Komponenten selbst gekauft, entwickelt oder gebaut werden.

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Verschleißfestes Zahnradgetriebe

Derzeit laufen bei den Teams die Vorbereitungen für die nächste Ideenexpo. Schüler der Eugen-Reintjes-Berufsschule setzten als Verbesserung ihres Rennwagens auf ein verschleißfestes und robustes Zahnradgetriebe. Die größte Schwierigkeit bei diesem Getriebe war die Zahnradbeschaffung: Durch das schmale Budget konnten sich die Schüler keine großen Sprünge leisten. Bei Igus in Köln wurden sie schließlich fündig: kostengünstige, verschleißarme Zahnräder aus dem SLS-Drucker. Nach einer Online-Konfiguration wurden die Zahnräder aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur I6 gedruckt und bereitgestellt.

Hochleistungskunststoff macht Rennautos robust

Labortests beweisen, dass der Werkstoff I6 deutlich robuster als andere Kunststoffe ist. Bei einem Versuch im hauseigenen Testlabor ließen die Ingenieure Zahnräder aus Polyoxymethylen (POM) und Iglidur I6 bei 12 Umdrehungen pro Minute laufen und mit 5 Nm belasten. Ein gefrästes Zahnrad aus POM fiel nach 621.000 Umdrehungen aus, Iglidur I6 war auch nach einer Million Umdrehungen noch in einem sehr guten Zustand. Einen ersten Probelauf haben die Zahnräder im Rennwagen bereits absolviert. Das Auto fährt energieeffizient und erreicht dennoch die Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h.

Nachwuchstüftler unterstützen

Innovative Projekte wie die Rennwagen-Zahnräder für die JET-Challenge fördert Igus eigenen Angaben zufolge im Rahmen des Young Engineers Support (YES). Mit der Initiative sollen Schüler, Studenten und Nachwuchstüftler bei der Entwicklung und Ausführung ihrer technischen Projekte unterstützt werden.

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