Suchen

Berechnung Ansys und die Universität Pittsburgh wollen Probleme bei additiver Fertigung lösen

| Redakteur: Stefanie Michel

Ansys etabliert im Rahmen einer Partnerschaft mit der Universität Pittsburgh das neue „Ansys Additive Manufacturing Research Laboratory“ an der Swanson School of Engineering. Die Partnerschaft soll Ausbildung und Forschung unterstützen, um einige der schwierigsten Problemstellungen der additiven Fertigung zu lösen.

Firmen zum Thema

3D-Druck in jeglicher Form: Im ‚Ansys Additive Manufacturing Research Laboratory‘ ist es möglich, Produkte aus Metall, Legierungen, Polymeren und andere Materialien additiv zu fertigen.
3D-Druck in jeglicher Form: Im ‚Ansys Additive Manufacturing Research Laboratory‘ ist es möglich, Produkte aus Metall, Legierungen, Polymeren und andere Materialien additiv zu fertigen.
(Bild: perihelio)

Im Rahmen der Partnerschaft eröffnet die Universität an der Swanson School of Engineering ein Labor für additive Fertigung mit einer Fläche von 110 m². Das „Ansys Additive Manufacturing Research Laboratory“ ist mit aktueller additiver Fertigungstechnik ausgerüstet, die Metalle, Legierungen, Polymere und andere Materialien verwendet, um Komponenten für fast jede Branche im Druckverfahren herzustellen.

Die Partnerschaft wird den Fachbereich und die Studenten dabei unterstützen, gemeinsame Forschungsprojekte mit Ansys und anderen Partnern aus der Industrie durchzuführen – unter anderem aus der Biomedizin, der Luft- und Raumfahrt und dem Verteidigungswesen. Die Mitarbeiter im Labor können auf das Produkt- und Leistungsportfolio von Ansys zurückgreifen und damit Lösungen für Belastungs- und Ermüdungserscheinungen an kritischen Komponenten, die für Produkte wie Flugzeuge, Kraftfahrzeuge oder medizintechnische Einrichtungen bestimmt sind, untersuchen, simulieren und auswerten.

Bildergalerie

Hürden bei der additiven Fertigung überwinden

Vorausschauende Unternehmen übernehmen schnell neue Technologien wie 3D-Druck, um Wettbewerbsvorteile zu haben, indem sie mit additiver Fertigung komplexe und kundenspezifische Produkte herstellen, die mit konventionellen Methoden nicht möglich waren. Die additive Fertigung bietet zwar zahlreiche Möglichkeiten, aber es sind weiterhin große Hürden zu überwinden, bevor sie traditionelle Fertigungsmethoden im großen Umfang ersetzen kann.

Technisch besonders anspruchsvoll ist das Drucken mit Metall, da es die Verwendung eines Lasers erfordert. Dieser optimiert die Dichte des Metalls für die betreffende Anwendung. Dabei kann es aber zu einem unerwarteten Schmelzen des Metalls kommen, sodass das Produkt fehlerhaft wird. Außerdem kann das schnelle Erwärmen und Abkühlen zu Spannungen und damit zu Verformungen beim Endprodukt führen. Ansys und die Universität Pittsburgh arbeiten zusammen, um diese Verformungen vor dem Druckvorgang zu simulieren und damit sicherzustellen, dass das Produkt nicht nur die gewünschte Form erhält, sondern sich auch wie erwartet verhält.

Ansys will Entwicklung neuer Werkzeuge vorantreiben

„Die Industrie verändert sich und Unternehmen können mit ihren althergebrachten Entwicklungsprozessen keine Innovationen mehr realisieren. Durch die Zusammenarbeit mit der Universität Pittsburgh erweitern wir die Möglichkeiten zur Entwicklung fortschrittlicher Werkzeuge für unsere Kunden in diesem neuen Zeitalter der additiven Fertigung“, unterstreicht Jim Cashman, President und CEO von Ansys. „Gemeinsam lösen wir einige der größten Herausforderungen für die Ingenieure, die die Produkte von morgen bauen. Zumal es die Partnerschaft beiden Partnern ermöglicht, gerade diejenigen wichtigen Herausforderungen zu meistern, welche die additive Fertigung noch daran hindern, ihr volles Potential auszuschöpfen.“

(ID:44287447)