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Angepasste Standard-Schraubstöcke sparen teure Sondervorrichtungen

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Ein Spannturm aus Flugzeug-Alu

Für das horizontale Bearbeitungszentrum DMC 70 H duoBLOCK wurde außerdem ein Aufspannturm mit drei Spannleisten in 120° Winkelabständen hergestellt, der entsprechend des Kundenwunsches sechs Werkstücke aufnimmt und trotzdem genügend Freiraum für den Bearbeitungskopf bietet. Bei der üblichen Anordnung als Quattro-Aufspannturm mit vier Leisten in 90° Winkeln wäre die Kollisionsgefahr mit dem Bearbeitungskopf zu groß gewesen.

Um dem zu entgehen hätten die Bediener längere Werkzeuge benötigt. Das wäre wiederum zu Lasten der Präzision und der Geschwindigkeit gegangen. „Damit wären wir langsamer und ungenauer gewesen und hätten darüber hinaus zunächst erst einmal in neue Werkzeuge investieren müssen“, erinnert sich Fleischer. Also haben die Röhm-Leute den Spannturm entsprechend angepasst. So ist der Grundkörper aus Gewichtsgründen in Aluminium ausgeführt, das auch im Flugzeugbau verwendet wird. Nagel erklärt warum: „Das macht den Spannturm extrem leicht und dennoch sehr steif.“

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Sicheres Spannen der Werkstücke

Für sicheres Spannen der Werkstücke kommen die MS-Spannleisten von Röhm zum Einsatz. Sie lassen sich rasch und unkompliziert an verschiedenste Werkstückabmessungen anpassen. Dabei garantiert die Verzahnung auf der Spannleiste die sichere, genaue und wiederholbare Befestigung der mitgelieferten Spannbacken. Durch die Skalierung an der Leiste lässt sich die Backenposition jederzeit exakt ablesen. Auf dem Spannturm sind drei MS-Spannleisten 75 x 700 für die Aufnahme von je zwei Rohteilen der Hydraulikblöcke vertikal montiert. Der gesamte Aufspannturm sitzt mitsamt Grundplatte auf Paletten-Spannköpfen von Röhm mit sehr großen Einzugskräften. Die mechanisch federbetätigten Spannköpfe zum Spannen von Werkstückpaletten sorgen mit Kraft verstärkender Wirkung und Auszugssicherung für hohe und sichere Spannkräfte.

In der Summe der einzelnen kleinen Maßnahmen ergeben sich bei Fleischer enorme Produktivitätssteigerungen. So wird bei dem in zwei Schichten arbeitenden Betrieb dank der neuen Spannmöglichkeiten in Spitzenzeiten auch eine dritte, mannlose Schicht angehängt. Steffen Fleischers Fazit: „Durch die Maschinen mit Palettenwechsel haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen. Röhm hat uns mit den einfach umgesetzten aber sehr effizienten Spannlösungen die Umsetzung ermöglicht. So ist unser Hauptkunde immer wieder überrascht von unserer Schnelligkeit und Lieferzuverlässigkeit.“ Und Nagel ergänzt abschließend: „Durch Nachdenken konnten wir dem Kunden helfen und eine bezahlbare Lösung zur Produktivitätssteigerung bieten.“ (jv)

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