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Sensorik Angebot um faseroptische Messtechnik erweitert

| Redakteur: Jan Vollmuth

Der deutsche Messtechnikspezialist Althen kooperiert mit dem Hersteller Opsens Solutions. Damit bietet Althen seinen Kunden die auf breitbandigem, weißem Licht (WLPI) basierenden Produkte der Kanadier. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren im Bereich faseroptischer Sensortechnik und entwickelt und vertreibt seit 2003 Lösungen für die Bereiche Industrie, Energie und Medizin.

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(Bild: Opsens)

Opsens setzt für die faseroptische Messtechnik auf WLPI (White Light Polarization Inter-ferometry) Technologie. Diese ist unabhängig von der Intensität des Lichtsignals. Messergebnisse entstehend in Folge der Längenänderung des interferometrisches Spaltes und nicht aufgrund von Intensitätsänderung wie bei der laserbasierten Technologie. Daher haben optische Verluste keinen Einfluss. Die Messung ist unabhängig von Temperaturänderungen, Bewegungen der Faser, Vibration oder EMI, da die Faser lediglich das Mittel zur Übertragung des Lichtsignals zwischen Sensor und Elektronik darstellt.

Kalibrierungen überflüssig

Die Verwendung von WLPI anstatt eines Lasers als Lichtquelle macht sonst regelmäßig notwendige Kalibrierungen überflüssig, da nachlassende Intensität und auftretende Driften irrelevant sind. Eine Anpassung an die veränderte Wellenlänge und Intensität ist im Gegensatz zur konventionellen Technologie mit Laser nicht notwendig. Damit ist die WLPI-Technologie praktisch wartungsfrei.

Ein weiterer Vorteil der Opsens Sensoren ist ihre (Eigen-)Sicherheit. Aufgrund des sehr geringen Energieeintrags in die Applikation ist die faseroptische, auf WLPI basierende Messtechnik besonders sicher. Selbst bei einer Kabellänge von nur einem Zentimeter und maximaler Lichtintensität ist an der Sensorspitze eine Leistung von weniger als einem Mikrowatt messbar. Herkömmliche Laser können im Störfall eine Leistung von bis zu mehreren hundert Milliwatt erzeugen und somit eine potentielle Gefahr darstellen.

Reproduzierbare Messungen unter schwersten Bedingungen

Das neuartige Konzept der von Opsens Solutions patentierten Sensoren sowie der zugehörigen Signalaufbereitung ermöglicht störfreie, genaue und in hohem Maße reproduzierbare Messungen unter schwersten Bedingungen. Zudem ist die Technologie vielfältig einsetzbar: Über die gleiche Schnittstelle können unterschiedliche Sensoren angeschlossen werden und Druck, Temperatur, Verschiebung sowie Dehnung und Weg erfassen.

„Wir freuen uns, mit Opsens einen Partner gewonnen zu haben, der Vorreiter im Markt der Fieberoptik ist“, sagt Peter Rohrmann, Managing Director bei Althen. „Neue Technologien und zunehmende Vernetzung bringen auch neue Möglichkeiten in der Messtechnik. Damit steigen gleichzeitig die Anforderungen an Hersteller und Partnerschaft, um Kunden stets den neusten Stand der Technik bieten zu können.“ (jv)

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