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Internet of Things Analyse zeigt: Unternehmen suchen zunehmend nach IoT-Experten

| Redakteur: Jan Vollmuth

Eine von der Metajobsuchmaschine Joblift erstellte Analyse eröffnet neue Blickwinkel auf den Tech-Trend Internet of Things (IoT): Die Jobs in diesem Feld wachsen demnach überdurchschnittlich, rund 60 % davon konzentrieren sich demnach in Industrie und IKT, in Großkonzernen und in Süddeutschland.

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(Bild: Joblift)

Das Internet der Dinge ist tot. So titelte kürzlich das Wired-Magazin und wies damit auf bestehende Probleme wie Sicherheitslücken und die Notwendigkeit einer Neudefinition des Trends hin. Folgt nach dem Hype also die Ernüchterung um das Internet of Things (IoT)?

Die Metajobsuchmaschine Joblift untersuchte die Entwicklung der Stellenanzeigen, die sich im vergangenen Jahr an IoT-Spezialisten richteten und konnte dabei wesentliche Erkenntnisse gewinnen: Die Jobs in diesem Feld wachsen überdurchschnittlich, jedoch konzentrieren sie sich auf Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern, die vor allem im Süden Deutschlands ansässig sind. Zudem scheinen hierzulande vor allem die Industrie und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) die zunehmende Vernetzung von Gegenständen voranzutreiben, andere Branchen wie das Gesundheitswesen bleiben aktuell noch hinter den Erwartungen zurück.

Nachfrage nach IT-Experten mit IoT-Spezialisierung wächst

Eine Untersuchung aller Stellen auf joblift.de ergab tatsächlich, dass im vergangenen Jahr lediglich 2573 IoT-Experten gesucht wurden, davon 465 im Bereich Smart Home. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum wurden etwa 9020 ausgewiesene Cloud-Computing- sowie 9271 IT-Sicherheitsspezialisten nachgefragt.

Zeugt das von einer schwindenden Bedeutung des Megatrends IoT? Das durchschnittliche monatliche Wachstum der Stellenanzeigen in diesem Bereich spricht dagegen: Dieses lag bei 9 % und war damit rund dreimal höher als der bundesweite Anstieg des Bedarfs an allen Informatik-Fachkräften, der knapp 3 % betrug.

Industrie und IKT fungieren als Vorreiter

Obwohl einer steigenden Vernetzung in Bereichen wie dem Gesundheitswesen viel Potenzial zugeschrieben wird, scheint sich der Ausbau dieser Technologie in Deutschland im Wesentlichen auf wenige Branchen zu beschränken. 39 % aller Stellen im IoT-Bereich wurden in den letzten zwölf Monaten in der Industrie ausgeschrieben, 20 % in der IKT. Hinzu kommen weitere 23 % der Anzeigen, die von Unternehmensdienstleistern wie Beratungsfirmen oder Personalvermittlern geschalten wurden. Diese arbeiten wiederum zum großen Teil ebenfalls mit Kunden aus den beiden aufgeführten Branchen zusammen. Der Handel und das Gesundheitswesen, häufig als zukünftige Anwendungsfelder für das Internet der Dinge genannt, schalteten hingegen nur je 0,3 % der Jobanzeigen.

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