Lasersintern Additiv gefertigte Roboterhand integriert zwei Funktionen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Für ein bestehendes Linear-Handling-System entsteht mittels Additiver Fertigung eine Leichtbau-Roboterhand, die Saugen und Picken miteinander kombiniert.

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Die von ASS Maschinenbau entwickelte Roboterhand aus Polyamid wurde im Lasersintern hergestellt.
Die von ASS Maschinenbau entwickelte Roboterhand aus Polyamid wurde im Lasersintern hergestellt.
(Bild: ASS Maschinenbau)

Die Theo Hillers GmbH war auf der Suche nach einer Lösung für die Handhabung von Filtersieben und deren Angüssen, angedockt an ein Angussentnahmegerät, oft auch Angusspicker genannt. Standardisierte Automatisierungstechnik stieß bisher aus mehreren Gründen an ihre Grenzen: weitere Nutzung des vorhandenen Angusspickers, viele kleine Kavitäten auf engstem Raum, eine Steigerung der Qualität, begrenzter Raum und ein Maximalgewicht der Roboterhand von circa 500 g sowie Reduzierung der Gesamtkomplexität. Ein neues Verfahren musste her. Die ASS Maschinenbau GmbH aus Overath nahm sich dieser Aufgabenstellung an. Bei der bisherigen Lösung hat der Angusspicker über ein zweiachsiges Linear-Handling mit zusätzlicher Schwenkachse den Anguss entnommen und die Filtersiebe als Fallteile auf ein Förderband abgeworfen. Eine saubere Entnahme und Ablage auf einem Förderband waren zwingende Zielvorgaben.

Für die Umsetzung bestanden zwei Optionen, nämlich entweder ein neues Linear-Handling mit Aluminiumroboterhand zur Entnahme, oder eine Lösung, um die bestehende Handling-Einheit weiter zu nutzen – aus Kostengründen die bevorzugte Herangehensweise. Im Gegensatz zu den Greifern aus den aluminiumbasierten Baukastensystemen gab es im Bereich der Leichtbau-Roboterhände aus Polyamid nur wenig praxisbezogene Erfahrungswerte, umso mehr dafür in anderen Bereichen beim Einsatz von Teilkomponenten aus Polyamid.

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