Automatisierung

ABB stellt Strategie bis 2020 vor

| Redakteur: Ute Drescher

(Bild: Drescher/konstruktionspraxis)

ABB hat ihre Next-Level Strategie und die Finanzziele für den Zeitraum 2015 bis 2020 in London vorgestellt. Die Strategie mit dem Ziel einer beschleunigten nachhaltigen Wertschöpfung baut auf den drei strategischen Schwerpunkten profitables Wachstum, konsequente Umsetzung und bereichsübergreifende Zusammenarbeit auf. Das Unternehmen möchte so die Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Risiken – vor allem bei Energietechniksysteme – senken.

Im Zeitraum von 2015 bis 2020 strebt ABB eine jährliche Steigerungsrate des operativen Gewinns pro Aktie (EPS) um 10 bis 15 % sowie eine attraktive Cashflow-Rendite auf das investierte Kapital (CROI) im mittleren Zehnerprozentbereich an. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis um 4 bis 7 % pro Jahr wachsen und damit das vorhergesagte BIP- und Marktwachstum übertreffen. Im gleichen Zeitraum will ABB die nun in operativem EBITA gemessene Rentabilität in einem Band von 11 bis 16 % verbessern. Dabei soll eine durchschnittliche Free Cashflow Conversion von über 90 % erreicht werden. Die neuen finanziellen Ziele gelten ab dem 1. Januar 2015.

In 1 000-Tage-Programmen zum Ziel

„Wir verlagern unseren Schwerpunkt in Richtung Wachstumssegmente, verbessern gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit und senken die Risiken vor allem in unserer Division Energietechniksysteme", beschreibt Ulrich Spiesshofer, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB. Um flexibler und schneller reagieren zu können, wolle man zudem die Kundenorientierung verbessern. Diese nachhaltigen Veränderungen wird das Unternehmen in zielgerichteten 1 000-Tage-Programmen vorantreiben, um eine erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen.

ABB baut auch weiterhin auf ihr führendes Energie- und Automationsportfolio, das in den jeweiligen Geschäftseinheiten gemanagt wird – unter der Leitung der fünf Divisionen. Ab Januar 2015 wird die regionale Struktur auf 3 Regionen gestrafft, die für die Zusammenarbeit mit den Kunden, Shared Services und die zugehörigen Länder zuständig sein werden. „Diese Schritte werden die Kundenorientierung und Produktivität verbessern, klare Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten schaffen und die marktorientierte Zusammenarbeit fördern“, so Spiesshofer.

Peter Terwiesch steigt weiter auf

Das Unternehmen richtet die Struktur seiner Konzernleitung an der Next-Level-Strategie aus. Peter Terwiesch, derzeit Leiter der Region Zentraleuropa und Deutschland, wird als Leiter der Division Prozessautomation in die Konzernleitung berufen. Die drei neu geschaffenen Regionen stehen unter der Leitung von erfahrenen Mitgliedern der Konzernleitung: Frank Duggan (Asien, Naher Osten und Afrika), Greg Scheu (Nord- und Südamerika) und Veli-Matti Reinikkala (Europa). Alle Änderungen werden am 1. Januar 2015 wirksam. David Constable, CEO von Sasol, wurde zur Wahl für den Verwaltungsrat bei der Generalversammlung 2015 nominiert. Er bringt umfassende Erfahrung mit Generalunternehmer-Geschäften und der Prozessindustrie eine ausgezeichnete Afrikaexpertise – eine der wichtigen Wachstumsregionen für ABB – mit in den Verwaltungsrat.

ABB startet Aktienrückkaufprogramm

„Über das heute angekündigte Aktienrückkaufprogramm profitieren die Aktionäre direkt von der anhaltend soliden Cash-Generierung unserer Geschäfte und von den kürzlichen Veräußerungen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten. Der Aktienrückkauf zeigt zudem unser Bestreben, stets für eine attraktive Aktionärsrendite einzutreten“, so Spiesshofer. „Dieses Aktienrückkaufprogramm belegt unser Vertrauen in das zukünftige Wachstumspotenzial von ABB.“Die Aktionäre werden an der starken Cash-Generierung durch ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 4 Mrd. US-Dollar beteiligt, das am 16. September 2014 gestartet werden soll. Das Unternehmen beabsichtigt, etwa drei Viertel des Rückkaufprogramms zur Reduzierung des Aktienkapitals einzusetzen, und den Rest für die globale Unterstützung der Mitarbeiteraktienprogramme an denen über 22.000 Mitarbeitende teilnehmen.(ud)

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