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Umfrage 81 Prozent der Industrie-Manager prognostizieren Roboter-Boom

Redakteur: Katharina Juschkat

Der Automatica Trend-Index 2016 hat ergeben, dass 81 % der Automatisierungs-Manager in Deutschland eine starke Zunahme von Robotern in mittelständischen Betrieben erwarten. Die Messeveranstalter der Automatica haben 100 Unternehmensentscheider befragt, was sie über die Rolle der Roboter denken.

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Wichtiger Treiber des Roboter-Booms ist eine neue Generation von Leichtbaurobotern, die kostengünstiger als klassische Industrie-Roboter sind und mit den Werkern ohne Schutzkäfig Schulter an Schulter zusammenarbeiten können.
Wichtiger Treiber des Roboter-Booms ist eine neue Generation von Leichtbaurobotern, die kostengünstiger als klassische Industrie-Roboter sind und mit den Werkern ohne Schutzkäfig Schulter an Schulter zusammenarbeiten können.
(Bild: Messe München GmbH)

Die Robotik boomt in allen Bereichen – aber wie sieht das der deutsche Mittelstand? Und was kann die Zukunft der Robotik bieten? Die Messe München, Veranstalter der Automatica, hat insgesamt 100 Unternehmensentscheider der Automatisierung befragt, was sie über die Rolle der Roboter denken.

Zukunftstrend Leichtbauroboter und Cobots

81 % der Automatisierungs-Manager in Deutschland erwarten, dass der Einsatz von Robotern in mittelständischen Betrieben stark zunehmen wird. Wichtiger Treiber ist eine neue Generation von Leichtbaurobotern, die kostengünstiger als klassische Industrie-Roboter sind und mit den Werkern ohne Schutzkäfig Schulter an Schulter zusammenarbeiten sollen – sogenannte Cobots. 85 % sind überzeugt, mit solchen Mensch-Roboter-Teams die Einsatzfelder der Automatisierung zu erweitern. Digital vernetzte Industrie-Roboter werden die Fertigungsmethoden revolutionieren – sagen sogar 86 % der Befragten.

Die Weichen für den Kollegen Roboter werden in der Mehrzahl der deutschen Betriebe bereits gestellt: 52 % haben entweder schon mit Industrie-Robotern automatisiert oder analysieren derzeit konkret die Einsatzmöglichkeiten von Robotertechnik für das eigene Unternehmen. 27 % sind grundsätzlich an den neuen Lösungen interessiert. 5 % haben sich gegen den Einsatz von Industrie-Robotern entschieden und 16 % noch nicht über den Einsatz nachgedacht.

Wichtiges Kriterium für viele Entscheider, Roboter zu verwenden, ist die präzise Arbeit, sagen 96 % der Befragten. Auch dass Roboter nie ermüden (91 %) und sehr schnell arbeiten (90 %) können, ist vielen wichtig.

Die Roboter der Zukunft sollen günstig und intuitiv sein

Stückkostenfragen und die einfache Bedienbarkeit stehen bei den Entscheidern hoch im Kurs, wenn es um die Frage nach dem Einsatz kollaborativer Roboter geht, die mit den Werkern Hand-in-Hand zusammenarbeiten. So hält es die große Mehrheit für wichtig, dass die Cobots als Leichtbauroboter in der Anschaffung günstiger sind als klassische Industrie-Roboter (88 %). Bei der Bedienbarkeit bewerten die Entscheider zudem positiv, dass sich die Cobots nach dem Vorbild von Lehrlingen neue Aufgaben zeigen lassen, indem man Ihnen zur Programmierung einfach nur die Roboter-Hände führt (89 %). Dazu kommt der Einsatz von intuitiv verständlicher Steuerungstechnik, wie sie sich bei der Nutzung von Smartphones bereits bewährt hat (87 %). Die Fähigkeit der Roboter, über Sensoren und Bildverarbeitung mit den menschlichen Kollegen zu kommunizieren, halten 85 % für wichtig bis sehr wichtig.

Die häufigsten Gründe, die gegen eine Anschaffung von Industrierobotern spricht, ist für Entscheider die teure Anschaffung (73 %) und fehlende Fertigkeiten, die für die Produktion benötigt werden (53 %).

„Der Siegeszug von Industrie-Robotern in kleinen und mittelgroßen Unternehmen wird durch die günstigeren Preise der neuen Generation von Leichtbaurobotern und die flexible Bedienbarkeit vorangetrieben“, sagt Falk Senger, Messegeschäftsführer und Auftraggeber des Trend-Index. „Welche neuen Möglichkeiten die Roboter- und Automatisierungstechnik für kleine und mittlere Unternehmen bietet, können sich Entscheider vom 21. bis 24. Juni auf der Automatica in München persönlich anschauen.“ (kj)

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