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Beschichtungen 70 Jahre Beschichtungen: Oerlikon Balzers feiert Jubiläum

| Redakteur: Katharina Juschkat

Der Beschichtungsspezialist Oerlikon Balzers feiert sein 70-jähriges Bestehen. Der Durchbruch gelang dem Unternehmen im Jahr 1978 mit der Beschichtungsmarke Balinit. Heute schaut Oerlikon auf 70 Jahre Dünnfilm-Beschichtung zurück.

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Eine Idee mit Zukunft: Oerlikon Balzers entwickelt seit 70 Jahren Verschleißschutz-Schichten, die industrielle Prozesse effizienter machen und die Umwelt schonen sollen.
Eine Idee mit Zukunft: Oerlikon Balzers entwickelt seit 70 Jahren Verschleißschutz-Schichten, die industrielle Prozesse effizienter machen und die Umwelt schonen sollen.
(Bild: Oerlikon Balzers)

Vor 70 Jahren wurde ein neues Unternehmen ins fürstlich-liechtensteinische Handelsregister eingetragen: die „Gerätebau-Anstalt“ in Balzers. Die Gründer Prof. Max Auwärter, Fürst Franz Josef II. von und zu Liechtenstein und der Unternehmer Emil G. Bührle hatten die Idee, auf dem Gebiet der dünnen Schichten Fertigungsprozesse zu entwickeln und die für eine industrielle Durchführung notwendigen Apparaturen selbst zu bauen. Dadurch formten die Gründer zum ersten Mal Prozess und Anlage zu einer Einheit, die sie auch zusammen anboten und verkauften. Heute heißt die ehemalige „Gerätebau-Anstalt“ Oerlikon Balzers, und sie ist Teil des Surface Solutions Segments der Oerlikon Gruppe, das 2014 nach der Übernahme der Beschichtungssparte Metco vom Sulzer-Konzern entstanden ist.

Sonnenschutz- und Antireflexionsbeschichtung für Brillengläser

Für Dr. Roland Herb, CEO des Surface Solutions Segments, ist die Geschichte der Gründerväter, allen voran des visionären Prof. Auwärter, ein Sinnbild für das Unternehmen. „Lösungen für Fragen zu finden, auf die die Industrie noch keine Antwort hat, das liegt in unserer Familie“, sagt Herb.

Auwärter stellte noch Sonnenschutz- und Anti-Reflexionsbeschichtungen für Brillengläser und Kameraobjektive sowie Dünnfilme für elektronische Anwendungen her. Lange Zeit war die Vakuumtechnologie der Schwerpunkt des Unternehmens. Auch heute ist das Hochvakuum wichtig für die Dünnfilm-Beschichtung. Das Unternehmen kauft diesen Teil heutzutage zu – im Mittelpunkt stehen Beschichtungsprozesse und die dafür notwendigen Anlagen.

Von der Flugzeug-Turbine bis zum Kolbenbolzen

„Lösungen für Fragen zu finden, auf die die Industrie noch keine Antwort hat, das liegt in unserer Familie“, sagt Herb, CEO des Surface Solutions Segment der Oerlikon Gruppe.
„Lösungen für Fragen zu finden, auf die die Industrie noch keine Antwort hat, das liegt in unserer Familie“, sagt Herb, CEO des Surface Solutions Segment der Oerlikon Gruppe.
(Bild: Christian Affonso Gavinha)

1974 begann das Unternehmen mit der Entwicklung von PVD-Schichten (Physical Vapour Deposition, physikalische Dampfabscheidung). Der Durchbruch gelang im Jahr 1978 mit der Beschichtungsmarke Balinit, die bis heute ein wichtiges Standbein ist. „Im Grunde geht es für uns immer darum, den Verschleiß zu reduzieren und gleichzeitig die Effizienz zu steigern, egal ob es sich um Formel-1-Motoren, Flugzeugturbinen, um Präzisionsinstrumente oder Werkzeuge für die metallverarbeitende Industrie handelt“, erklärt Roland Herb. „Höhere Effizienz und weniger Verschleiß bedeuten schlussendlich geringeren Schadstoffverbrauch und Schonung der Ressourcen. Unsere Arbeit beruht auf Werten wie Nachhaltigkeit, Tradition und Innovationskraft.“

Weltweit beschäftigt Oerlikon Balzers heute etwa 4800 Mitarbeitende, rund 550 davon am Hauptsitz in Balzers. Mehr als 100 von ihnen sind in der globalen Forschung und Entwicklung tätig. Roland Herb spannt den Bogen über 70 Jahre Innovation: „Wir sind stolz auf unsere eigenständigen Forschungen, die zu vielen Schicht- und Anlagenentwicklungen und zu über 1300 Patenten im Bereich der Oberflächenlösungen geführt haben. Unser Unternehmen hat das zum Technologieführer bei Dünnfilm-Beschichtungen gemacht.“ (kj)

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