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Elektrotechnik 6 Neuheiten aus dem Bereich Kabel und -zubehör

Redakteur: Jan Vollmuth

Von Zugentlastungen für Energieketten über spezielle Kabel bis hin zu Kabelschutzzubehör: Wir stellen Ihnen 6 Neuheiten aus dem Bereich Kabel und Kabelzubehör.

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Das Energiekettensystem E-Loop ist speziell für den hängenden Einsatz, wie zum Beispiel in Tiefbohranlagen, entwickelt worden.
Das Energiekettensystem E-Loop ist speziell für den hängenden Einsatz, wie zum Beispiel in Tiefbohranlagen, entwickelt worden.
(Bild: Igus)

Energieketten hängend im Einsatz

Um Leitungen in hängenden Anwendungen sicher zu führen, hat Igus den E-Loop als Alternative zum Service Loop entwickelt. „Die dreidimensionale Energieführung kombiniert die Vorteile einer Kunststoff-Energiekette mit einem hochfesten Zugseil. Das Seil nimmt die Zugkräfte im Inneren der Kette auf und gibt sie an die Anschlusselemente ab. Dadurch bleiben die Leitungen zugentlastet“, erklärt Tim Schneebeck, Branchenmanager Oil & Gas bei Igus. Vor allem in Tiefbohranlagen kommt das Energiekettensystem zum Einsatz; aber auch in der Landstromversorgung oder im Tagebau. Igus kann alle E-Loops mit Sonderleitungen und Spezialsteckern als fertiges System liefern.

Neues Kabelschutz-Zubehör

Die Montagehalbschalen Fiplock BHPA von Fränkische Industrial Pipes (FIP) stellen sicher, dass Wellrohre fachgerecht in gebohrten Montagerahmen oder Spannschellen befestigt sind. Werden die Rahmen zueinander verspannt oder Klemmschellen verwendet, schützen die Halbschalen in ihrem Inneren die Rohre: Sie verhindern, dass sie gequetscht und dadurch beschädigt werden. Eine integrierte Rippe fixiert die Fiplock-Wellrohre mit Fein- oder Grobprofil axial. Gleichzeitig bleiben die Rohre drehbar gelagert. Die Montagehalbschalen, in Spritzguss aus hoch flammgeschütztem, modifiziertem Polyamid (PA) 6 gefertigt, haben maximalen UV-Schutz und höchste mechanische Festigkeit.

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Kabel mit digitalem Gedächtnis

Mit dem Digital Cable Code stattet Lapp seine Kabel mit Label aus, die viele Daten bereithalten. Diese lassen sich auch jederzeit ergänzen oder ändern. Jedes Label trägt dafür einen Code, der eingescannt zu einer Webseite in der Cloud führt. Dort sind Produktionsdaten und Testprotokolle hinterlegt, die heute auf Papier mitgeschickt werden. Der Anwender kann auch eigene Informationen wie Produktionsinfos, Wartungsintervalle oder Schaltpläne hinterlegen. Für jeden Code gibt es eine eigene Webseite. Um welche Art von Code es sich handelt, ist bei dem Konzept zweitrangig. Lapp verwendet in seinen Tests die weit verbreiteten QR-Codes, aber auch Zahlencodes oder RFID-Tags sind möglich.

SPE-Leitung für die Schleppkette

Leoni hat zwei neue Kabel für den industriellen Datenübertragungsstandard Single Pair Ethernet (SPE) entwickelt. Mit der SPE-Trailing für Schleppkettenanwendungen und SPE-Torsion für Torsionsanwendungen, sind somit SPE-Leitungen auf dem Markt erhältlich, die speziell für hohe mechanische Belastungen entwickelt wurden. Die SPE-Trailing erreicht 3 Millionen Zyklen bei einem Biegeradius von 75 mm. Die SPE-Torsion hingegen erreicht 3 Millionen Zyklen von ± 180° auf einem Meter Länge. Der halogenfreie Außenmantel besteht aus hochelastischem Polyurethan (PUR). Dank der Beimischung flammwidriger Additive erfüllt der Mantel außerdem Brandschutzforderungen.

Kabelverbinder verlängert Datenleitungen

Der Kabelverbinder Class E A von Metz Connect bietet eine flexible Lösung, um Datenleitungen ohne Verwendung von Spezialwerkzeugen zu verlängern oder zu verbinden. Der Kabelverbinder ist in drei Varianten erhältlich. Sie unterscheiden sich im Kabel-Zugang und -Abgang. Durch die abgewinkelten Varianten mit 180°, 270° und 360° können auch Kabel in unterschiedlichen Lagen und Situationen verbunden werden. Die feldkonfektionierbaren Kabelverbinder Class E A sind für 8-adrige Kabel (optional für 4-adrige Kabel) ausgelegt, um Kupfer-Datenkabeln bis Cat7A zu verbinden, verlängern, reparieren oder umzuverlegen. Die Bauform misst 46,6 mm × 14,7 mm × 22,6 mm.

Auf extreme Temperaturen eingestellt

Der Spezialkabelhersteller SAB hat zwei neue Leitungen entwickelt, die bei Temperaturen von –50 °C bis 150 °C eingesetzt werden können. Sie sind zudem flexibel und extrem robust, so der Hersteller. Daher eignen sie sich für Anwendung in der Mess- und Prüftechnik, u.a. auf LKW- und PKW-Testfahrten am Polarkreis oder in extrem heißen Regionen unserer Erde. Die geringen Außendurchmesser und Querschnitte ermöglichen auch den Einsatz an Miniatursensoren, als DMS-Zuleitung oder als Verbindungsleitung in der Modultechnik. Die Manteloberfläche erzeugt keinen Stick-Slip-Effekt und die schlanke Leitungskonstruktion ermöglicht Mindestbiegeradien von bis zu 5 mm.

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