3D-Scanner 3D-Scanner zur Verbesserung von Unternehmensleistung und Karriereaussichten der Studenten

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Die Ingenieursausbildung erlebt Sternstunden, wenn die Studenten über das Erlernen der heutigen Technologie hinausgehen und sich erweiterte Kenntnisse erarbeiten, denen potenzielle Arbeitgeber nicht widerstehen können. Dies bewog die University of Sunderland, Großbritannien dazu, 2007 in ihr Projekt Digital Factory hochauflösende 3D-Laserscanner zu integrieren.

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Digital Factory ist ein Schulungs- und Technologietransferprojekt mit Fokus auf digitale Ingenieurstechnologien. Das Projekt wird vom Institute for Automotive and Manufacturing Advanced Practice (AMAP) organisiert, einer Abteilung der Faculty of Applied Sciences an der University of Sunderland im Nordosten von England, und von One NorthEast (Regional Development Agency) finanziert.

Die Studenten und Berater von Digital Factory bieten technische Schulungen und Unterstützung für Firmen im Nordosten Großbritanniens, und zwar in den Bereichen Computer Aided Design, Konstruktion und Rapid Prototyping. Vor kurzem unterstützte das Digital Factory-Team beispielsweise 3M UK PLC bei der Verbesserung der Fertigungspräzision und der Verringerung teurer Abfälle in deren Fabrik in Aycliffe.

„Wir hatten eine ganze Liste anspruchsvoller Forderungen an unsere 3D Laserscanner-Technologie, und der ZScanner 700 der Z Corporation war das einzige Gerät, das sie alle erfüllt hat“, berichtet Sajid Abdullah, Lead Consultant bei Digital Factory. „Es war das perfekte Tool für das 3M-Projekt.“

Qualitätssicherung: 3D-Scannen unterstützt 3M UK PLC bei der Verbesserung der Fertigungsleistung

3M kämpfte mit einem ärgerlichen Fehler bei der Herstellung von Atemgeräte. Dabei sind die Atemfilter aus geschäumtem Material, die in das Innere der Atemmodule des Atemgeräts passen sollen. Sie liefen fehlerfrei von einem Band, aber voller Abweichungen von einem anderen. Aus diesem Grund konnten zahlreiche Masken nicht korrekt zusammengesetzt werden. Einheiten wurden als Ausschuss entsorgt. Material wurde verschwendet. Wertvolle Zeit ging verloren.

Zur Lösung des Problems setzte das Digital Factory-Team den ZScanner 700 von Z Corporation ein und scannte vier Werkzeugpaare und einige Maskeneinheiten aus Plastikformen. Mithilfe der Geomagic Qualify-Software verglich das Team dann die Scandaten mit den theoretischen Abmessungen der CAD-Zeichnungen. Hierdurch wurde ein Fehler an einem Werkzeugsatz entdeckt, der laut Abdullah weder mit dem bloßen Auge noch mit einem 2D-Scanner zu erkennen war.

Die Lösung: Scannen des korrekt funktionierenden Gegenstücks des Werkzeugs und Nutzen der entstandenen CAD-Daten zur digitalen Fertigung einer Kopie mit korrekten Abmessungen. Es war lediglich ein halber Tag Scannen nötig, um 3M eine erhebliche Menge Zeit, Geld und Frustration zu ersparen und die Produktivität enorm zu steigern.

„Traditionelle Prüfmethoden sind zeitaufwändig und sehr teuer“, sagt Fraser Shearer, Senior Manufacturing Technologe bei 3M. „Aber dank der neuesten digitalen Technologien wie dem Laserscanner, die Digital Factory bereitstellt, konnten wir in nur zwei Tagen 3D-Messungen erzielen – und das ohne Ausfallzeiten in der Produktion. Ohne die wertvolle Hilfe von University of Sunderland-Digital Factory hätte ein Beratungsunternehmen zwei Wochen zu hohen Kosten daran arbeiten müssen. Dieses Projekt hat uns sehr dabei geholfen, unsere Arbeitsabläufe zu verbessern, um Verschwendungen zu vermeiden und Prozesse zu vervollkommnen.“ (Mehr lesen beim Umblättern)

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