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3D-Druck 3D-Druck unterstützt bei Entwicklung eines autonom und energieautark fahrenden Segelboots

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Das Sailing Team der TU Darmstadt hat ein Ziel: ein Segelboot zu entwickeln und zu bauen, das autonom und energieautark den Atlantik überqueren kann. Für die Fertigung eines kompletten Rumpfmodells wird das Team im Bereich 3D-Druck von der German RepRap unterstützt.

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Das komplette Rumpfmodell des Segelbootes für einen Demonstrator des Bootes wurden im 3D-Druck erstellt.
Das komplette Rumpfmodell des Segelbootes für einen Demonstrator des Bootes wurden im 3D-Druck erstellt.
(Bild: German RepRap)

Der 3D-Druck wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt: neben kostengünstigen und schnellen Prototypen, werden auch komplexere Funktionsbauteile für geringe Belastungen hergestellt. Als weiteres Anwendungsgebiet etabliert sich die Herstellung von Bauteilen für den Messebau, aktuell das komplette Rumpfmodell des Segelbootes für einen Demonstrator des Bootes zur Darstellung des Segelverhaltens des fertigen Bootes.

PET-G Material mit hoher Formbeständigkeit optimal für Rumpfmodell

Für dieses Projekt wurde mit dem 3D-Drucker German RepRap X1000 vor allem mit dem PET-G Material gearbeitet, da dieses wesentlich stabiler gegenüber langsamer thermischer Verformung ist als andere Materialien. Das PET-G besticht durch eine hohe Bruchfestigkeit und Formbeständigkeit bei einer Temperatur bis etwa 80 °C. Das Material lässt sich ähnlich problemlos wie PLA verarbeiten und besitzt ebenso eine extrem hohe Oberflächenqualität, welche bei entsprechendem Gebrauch eine Nachbearbeitung der Objekte überflüssig macht. Außerdem haftet das Material sehr gut auf der Standard PET Folie und zeichnet sich dadurch aus, dass es nahezu weder Verzug noch Warping gibt. Das PET-G ist nach Brandschutzvorschrift B1 als schwer entflammbar klassifiziert, was im Falle des Sailing Teams wichtig für das Einsetzen der Elektrik ist. Für das Getriebe sowie verschiedene kleinere Einbauteile kam außerdem PLA Filament zum Einsatz.

Bildergalerie

Für das Projekt mit dem Sailing Team der TU Darmstadt hat sich die WDS Software & Service GmbH aus Pulheim bei Köln, ein verifizierter Partner von German RepRap, zur Verfügung gestellt.

2008 wurde das Projekt des Sailing Teams der TU Darmstadt ins Leben gerufen, sodass innerhalb der letzten neun Jahre bereits umfangreiche Erfahrungen im Bereich der autonomen Navigationsentwicklung gemacht werden konnten. Mittlerweile ist das Team auf 40 Mitglieder angewachsen.

Im Rahmen der World Robotics Sailing Championships 2013 in Brest, Frankreich, segelte bereits der erste, 110 cm kleine Prototyp des Sailing Teams 7 km unbemannt über den Atlantik. Dabei segelte das Boot vorgegebene GPS-Koordinaten an und bewältigte alle Aufgaben, für die gewöhnlich ein Mensch an Bord sein muss, selbst. Seit 2015 wird nun an einem größeren Nachfolgemodell gearbeitet, welches dann Atlantik überqueren wird. (jup)

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