VDW-Jubiläum

125 Jahre Verein deutscher Werkzeugmaschinen

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Wachstumsmarkt Asean systematisch bearbeiten

Eine der großen Aufgaben für die nahe Zukunft besteht demnach in der Erschließung neuer Wachstumsmärkte. Derzeit sei die Branche mit starken Verschiebungen in der Exportstruktur konfrontiert, analysierte der VDW-Vorsitzende. China, seit 2003 mit Abstand größter Exportmarkt für die deutschen Hersteller mit einem Anteil von zeitweise bis zu einem Drittel, verliere an Gewicht. Die Hoffnung auf die Reindustrialisierung der USA mit hohen Investitionen in die Produktionstechnik blieb bisher in der Breite unerfüllt. Auch Russland, über viele Jahre drittstärkster Markt, werde diese Rolle in absehbarer Zeit nicht mehr einnehmen. Europa rücke daher wieder verstärkt in den Blickwinkel der deutschen Unternehmen, weil die europäischen Kunden mit hohen Qualitätsanforderungen im Weltmarkt konfrontiert seien und investierten.

Vielversprechend seien jedoch vor allem die Asean-Region und Indien. Sie bieten großes Potenzial für die Werkzeugmaschinenindustrie. Dort gelte es, die Kunden mit besseren Angeboten zu überzeugen und dem dort führenden Wettbewerber Japan konsequent Marktanteile abzuringen. „Das heißt mehr Engagement, mehr Präsenz, mehr Investitionen und gegebenenfalls auch mehr Kooperationen, im Fall, dass ein Mittelständler nicht alles Erforderliche allein stemmen kann“, sagte VDW-Vorsitzender Prokop.

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Vor einem Paradigmenwechsel und Wandel seines Geschäftsmodells mit starken Auswirkungen auf die Produktionsausrüster stehe auch die Automobilindustrie, größter Abnehmer von Werkzeugmaschinen. Treiber sind unter anderem regulatorische Anforderungen aus der Politik und die zunehmende Urbanisierung der Gesellschaft. Zentrale Themen sind der technische Wandel vom Verbrennungsmotor zu alternativen Antriebsformen sowie das vernetzte und automatisierte Fahren. Neue, branchenfremde Wettbewerber wie Tesla oder Google treten in den Markt. Hinzu kommen neue Services für Kunden, etwa Car-Sharing-Modelle. Digitalisierung und Vernetzung machen es möglich. „Diese Entwicklung müssen wir im Blick behalten“, mahnte Prokop.

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