3D-CAD-Software

Zukunftsorientiert konstruieren mit Creo 4.0

| Autor: Monika Zwettler

Funktionalitäten für IoT, additive Fertigung, erweiterte Realität und modellbasierte Definition in Creo 4.0 sollen intelligentere, vernetzte Produkte und neuen wirtschaftlichen Mehrwert ermöglichen.
Funktionalitäten für IoT, additive Fertigung, erweiterte Realität und modellbasierte Definition in Creo 4.0 sollen intelligentere, vernetzte Produkte und neuen wirtschaftlichen Mehrwert ermöglichen. (Bild: PTC)

Unterstützung auf dem Weg zur intelligenten Produktentwicklung will PTC mit Creo 4.0 bieten und hat die Software dafür mit Funktionen für IoT, additive Fertigung, erweiterte Realität und modellbasierte Definition ausgestattet.

Mit der aktuellen Version 4.0 der 3D-CAD-Software Creo erwarten den Anwender Verbesserungen und Erweiterungen unter anderem im Bereich der Benutzeroberfläche, bei der Konstruktion von Bauteilen,
die additiv gefertigt werden sollen, und hinsichtlich der Funktionen für Augmented Reality. Neue Features für MBD (Model Based Definition) bringen die zeichnungslose Fertigung zudem ein Stück näher. Durch die Verbindung des 3D-Modells mit dem Thingworx-Sensormodell kann das virtuelle Produkt darüber hinaus mit dem real existierenden Modell verknüpft werden, sodass die realen Belastungen unmittelbar bei der Produktentwicklung berücksichtigt werden können. Die Anbindung an IoT folgt im Laufe des Jahres durch das Modul Creo Product Insight. Diese neuen Funktionen führen laut PTC zu besseren Produkten und intelligenten Konstruktionen - und das bei gesteigerter Produktivität.

Konstruktionspraxis hat bei Stefan Marks, Director CAD Business Development bei PTC, nach den Top-3-Funktionen gefragt, die dem Konstrukteur die Arbeit erleichtern werden:

  • Neuer interaktiver Workflow für höhere Produktivität: Die intelligente Mini-Symbolleiste macht kontextbezogene Befehle auf Knopfdruck verfügbar, ohne Umwege über den Modellbaum oder das Ribbon-Menü. So reduzieren sich die Mausbewegungen deutlich und ermöglichen ein konzentriertes, fokussiertes Arbeiten am Modell. Die Befehle sind applikations- und selektionsabhängig über die Mini-Toolbar verfügbar. Mit der Kombination aus Mini-Toolbar und dem neuen Vollbildmodus, der die Arbeitsfläche um ca. 20 % vergrößert, entsteht ein besserer Überblick.
  • Erweiterungen bei der flexiblen Modellierung: Bei der direkten Modellierung wird jetzt auch der Sheetmetal-Modus unterstützt. Biegungen, Biegeentlastungen, Eckentlastungen, Ecknähte und Sicken lassen sich bearbeiten und Merkmale der Konstruktionsabsicht einzeln oder global ändern.
  • Intelligentes Spiegeln von Baugruppen: Creo 4.0 spiegelt jetzt intelligent nur die Teile, die gespiegelt werden müssen, und positioniert symmetrische Teile automatisch neu.

Mit Model Based Definition Produktdaten durchgängig nutzen

Ein weiteres Highlight in Creo 4.0 betrifft Model Based Definition, also die vollständige Bemaßung und Definition von Bauteilen im 3D-Modell. Dazu wurde die Software erweitert und verfeinert. Damit könnten 2D-Zeichnungen in einigen Bereichen schon abgelöst werden, was zu einer effizienteren Kommunikation und durchgängigeren Nutzung der Produktdaten führt. Eine automatische Überprüfung zeigt an, wenn im 3D-Modell ein Maß fehlt.

Mit dem GD&T Advisor steht eine Zusatzapplikation zum Erstellen von Form- und Lagetoleranzen zur Verfügung. Durch die Unterstützung von ASME (Y14.5-2009) und den ISO (1101-2012) Toleranzstandards steigt die Produktivität und Qualität bei der Definition von Form- und Lagetoleranzen.

Neues für additive Fertigungsverfahren

Die Unterstützung von Additive Manufacturing wurde konsequent erweitert, so dass 2,5D- und 3D-Lattice-Strukturen auch variabel zur Verfügung stehen. In Creo 4.0 werden diese Gitterstrukturen nicht nur eingefügt, sondern selbst generiert. Diese Struktur lässt sich dann als parametrisches Feature in Grundform, Größe, Füllgrad und Ausrichtung beeinflussen. Die Platzierung der Bauteile im Druckraum, der Support von Stützkonstruktionen und die Durchgängigkeit bis hin zur Berechnung der Modelle mit Creo Simulate eröffnet ganz neue Möglichkeiten für additive Fertigungsverfahren.

Creo-4.0-Daten nahtlos in Augmented Reality-Anwendungen nutzen

Ganz im Zeichen der Zeit und konsequent passend zum Portfolio von PTC wurde Creo auch um Funktionen für die Erweiterte Realität ergänzt: Creo 4.0 unterstützt ansprechendere und informativere visuelle Erlebnisse, indem die Software das digitale Produkt mit der physikalischen Welt vereint. Entwickler können mit Creo 4.0 CAD-Daten wiederverwenden, um AR-Erlebnisse zu erstellen und ein Gespür für Größe, Skalierung und Kontext zu bekommen.

Geometrisch exakte Volumenschnitte erzeugen

Mit Creo 4.0 können geometrisch exakte Volumenschnitte erzeugt werden. Dabei wird die exakte Geometrie von spanabhebend erzeugten Bauteilen erzeugt, im Gegensatz zu den bisherigen 2D-Schnitten. Für Hersteller von Werkzeugen oder komplexen spanend produzierten Bauteilen entspricht damit die virtuelle 3D-Geometrie der Realität. Damit ergeben sich erhebliche Vorteile bei Berechnung, Simulation und Fertigung.

Die Neuheiten im Video

Klaus Raab, Anwendungsberater beim PTC-Vertriebspartner Inneo Solutions, stellt in diesem Video die Highlights und Neuerungen von Creo 4.0 vor:

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